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Jeden Tag verbringen wir im Durchschnitt mehr als sieben Stunden damit, auf irgendeinen Bildschirm zu schauen. Morgens beginnt es mit dem Telefon noch im Bett, es geht weiter mit dem Arbeitsmonitor, nachmittags mit dem Tablet und abends mit dem Fernseher. Dabei wurden die Augen evolutionär nicht dafür konzipiert, stundenlang eine leuchtende Fläche in dreißig Zentimetern Entfernung zu fixieren. Es ist daher kein Wunder, dass immer mehr Menschen unangenehmes Brennen, Augenermüdung oder verschwommenes Sehen verspüren – und sich fragen, was man dagegen eigentlich tun kann. Die Thematik der Augengesundheit im digitalen Zeitalter ist zu einem der meistdiskutierten Gesundheitsthemen der letzten Jahre geworden, und dennoch kursiert eine überraschende Menge an Mythen darum.

Es genügt, einen Blick in das Wartezimmer eines beliebigen Augenarztes zu werfen. Das Durchschnittsalter der Patienten, die über trockene Augen, Sehermüdung und Kopfschmerzen im Zusammenhang mit der Arbeit am Computer klagen, sinkt stetig. Während es vor zwanzig Jahren überwiegend ein Problem von Menschen über fünfzig war, kommen heute mit ähnlichen Beschwerden auch Studierende und Teenager. Die American Optometric Association hat für dieses Bündel an Symptomen sogar den Begriff Computer Vision Syndrome – Syndrom des computerisierten Sehens – eingeführt und schätzt, dass bis zu sechzig Prozent der regelmäßigen Nutzer digitaler Geräte darunter leiden. Die Symptome sind vielfältig: vom Gefühl von Sand in den Augen über Rötung und Tränen bis hin zu dumpfem Schmerz hinter den Augen am Ende eines Arbeitstages. Und genau an diesem Punkt beginnt eine Lawine von Fragen. Helfen Brillen mit Blaulichtfilter? Ist es besser, in Augentropfen oder in einen speziellen Monitor zu investieren? Und was sagt eigentlich die Wissenschaft?


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Blaues Licht – echte Bedrohung oder Marketing-Schreckgespenst?

Über blaues Licht wird so häufig gesprochen, dass man meinen könnte, es handele sich um ein neu entdecktes Problem. In Wirklichkeit ist blaues Licht ein natürlicher Bestandteil des Sonnenspektrums, und menschliche Augen waren ihm während der gesamten Existenz unserer Spezies ausgesetzt. Bildschirme von Computern, Telefonen und Tablets strahlen zwar blaues Licht aus, aber seine Intensität ist um Größenordnungen geringer als jene, die wir bei einem Aufenthalt im Freien an einem sonnigen Tag abbekommen. Laut einer Studie, die 2017 in der Fachzeitschrift Ophthalmic & Physiological Optics veröffentlicht wurde, ist die Menge an blauem Licht von gewöhnlichen Bildschirmen nicht ausreichend, um eine Schädigung der Netzhaut zu verursachen. Ähnlich äußerte sich auch die American Academy of Ophthalmology, die ausdrücklich Brillen mit Blaulichtfilter nicht empfiehlt als Mittel zum Schutz des Sehvermögens, da für deren Wirksamkeit ausreichende wissenschaftliche Belege fehlen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass blaues Licht keinerlei Einfluss auf den Organismus hat. Den hat es – aber vor allem auf den zirkadianen Rhythmus, also auf die innere biologische Uhr. Abendliche Exposition gegenüber blauem Licht unterdrückt die Produktion von Melatonin, dem Schlafhormon, und kann so die Qualität des Einschlafens beeinträchtigen. Dieser Effekt ist gut dokumentiert und durch eine Reihe von Forschungsarbeiten bestätigt, unter anderem durch Arbeiten der Harvard Medical School. Wenn also jemand abends am Telefon scrollt und dann nicht einschlafen kann, ist das kein Mythos – es ist Physiologie. Die Lösung müssen aber nicht unbedingt spezielle Brillen für Tausende von Kronen sein. Die meisten modernen Betriebssysteme bieten einen Nachtmodus an, der die Farbtemperatur des Bildschirms automatisch anpasst, und die einfache Gewohnheit, das Telefon eine Stunde vor dem Schlafengehen wegzulegen, bewirkt für den Schlaf mehr als jeder Filter.

Kehren wir aber zu den Augen selbst zurück. Wenn blaues Licht von Bildschirmen die Netzhaut nicht schädigt, warum schmerzen uns die Augen nach einem ganzen Tag am Computer so sehr? Die Antwort ist überraschend einfach und hat mit blauem Licht fast nichts zu tun.

Wenn sich ein Mensch auf einen Bildschirm konzentriert, verlangsamt sich das Blinzeln dramatisch. Die normale Blinzelfrequenz beträgt ungefähr fünfzehn- bis zwanzigmal pro Minute. Bei der Arbeit am Computer sinkt sie auf nur fünf bis sieben Lidschläge pro Minute – also auf etwa ein Drittel. Jeder Lidschlag verteilt dabei einen dünnen Tränenfilm über die Augenoberfläche, der das Auge hydratisiert und schützt. Wenn wir weniger blinzeln, verdunstet der Tränenfilm schneller, als er sich erneuern kann, und das Ergebnis sind genau jene unangenehmen trockenen Augen, das Brennen und das Gefühl der Ermüdung. Dazu kommt ein klimatisiertes Büro, das die Luft zusätzlich austrocknet, und man hat das Rezept für chronisches Unbehagen.

Die Geschichte von Martina, einer dreißigjährigen Grafikerin aus Brünn, ist in dieser Hinsicht typisch. Nach dem Wechsel ins Homeoffice während der Pandemie verbrachte sie noch mehr Zeit vor dem Bildschirm als zuvor – oft zehn oder sogar elf Stunden täglich. Nach einigen Monaten stellten sich dauerhafte Probleme ein: gerötete Augen, verschwommenes Sehen gegen Ende des Tages und das Gefühl, als hätte sie Sand in den Augen. Der Augenarzt diagnostizierte bei ihr das Syndrom des trockenen Auges und empfahl eine Kombination aus künstlichen Tränen, regelmäßigen Pausen und einer Anpassung der Arbeitsumgebung. Keine speziellen Brillen, keine teuren Nahrungsergänzungsmittel – nur eine Änderung der Gewohnheiten. Und es funktioniert. Nach drei Monaten konsequenter Einhaltung des Regimes besserten sich ihre Beschwerden deutlich.

Was wirklich für die Augengesundheit funktioniert

Wenn es um konkrete Maßnahmen geht, die tatsächlich durch Forschung gestützt werden, steht an erster Stelle die als 20-20-20 bekannte Regel. Formuliert hat sie der amerikanische Optometrist Jeffrey Anshel, und das Prinzip ist trivial: Alle zwanzig Minuten schauen Sie zwanzig Sekunden lang auf etwas, das mindestens zwanzig Fuß, also ungefähr sechs Meter, entfernt ist. Diese kurze Unterbrechung ermöglicht es den Augenmuskeln, die beim Blick auf den nahen Bildschirm ständig arbeiten, sich kurz zu entspannen. Gleichzeitig erhöht sie auf natürliche Weise die Blinzelfrequenz. Zahlreiche Ophthalmologen betrachten diese einfache Regel als die wirksamste Prävention gegen digitale Augenermüdung – und sie kostet keinen Cent.

Die zweite Säule ist die richtige Befeuchtung der Augenoberfläche. Für Menschen, die Stunden vor dem Bildschirm verbringen, können befeuchtende Augentropfen – sogenannte künstliche Tränen – buchstäblich die Rettung sein. Es ist jedoch wichtig, Tropfen ohne Konservierungsstoffe zu wählen, die bei langfristiger Anwendung das Auge reizen können. In Apotheken und Fachgeschäften gibt es heute ein breites Angebot an Präparaten auf Basis von Hyaluronsäure, die auf der Augenoberfläche einen stabilen Feuchtigkeitsfilm bildet. Bei der Auswahl lohnt es sich, einen Augenarzt oder Apotheker zu konsultieren, denn nicht jedes trockene Auge ist gleich – bei manchen fehlt die wässrige Komponente der Tränen, bei anderen die Fettschicht, die die Verdunstung verhindert.

Der dritte Faktor, der oft vergessen wird, ist die Ergonomie des Arbeitsplatzes. Der Bildschirm sollte so positioniert sein, dass seine Oberkante ungefähr auf Augenhöhe oder leicht darunter liegt. Der Blick nach unten verkleinert nämlich auf natürliche Weise die freiliegende Augenfläche und verlangsamt damit die Verdunstung des Tränenfilms. Der Abstand des Bildschirms von den Augen sollte idealerweise fünfzig bis siebzig Zentimeter betragen. Ebenso wichtig ist die Beleuchtung des Raumes – ein zu großer Kontrast zwischen dem hellen Bildschirm und der dunklen Umgebung zwingt die Pupillen, sich ständig anzupassen, was zur Ermüdung beiträgt. Arbeiten in einem angemessen beleuchteten Raum, in dem der Bildschirm nicht die einzige Lichtquelle ist, kann die Symptome deutlich lindern.

Nicht zu vergessen ist auch die Rolle der Ernährung. Es gibt Nährstoffe, die nachweislich die Augengesundheit unterstützen. Omega-3-Fettsäuren, enthalten in fettem Fisch, Leinsamen oder Chiasamen, fördern die Bildung der Lipidschicht des Tränenfilms und können Menschen mit trockenen Augen helfen. Die Vitamine A, C und E wirken als Antioxidantien und schützen das Augengewebe vor oxidativem Stress. Lutein und Zeaxanthin, die in Blattgemüse, Eigelb und Mais vorkommen, konzentrieren sich in der Makula – dem Bereich der Netzhaut, der für scharfes Sehen verantwortlich ist – und fungieren als natürlicher Filter gegen schädliches Licht. Die vom amerikanischen National Eye Institute durchgeführte Studie AREDS2 hat gezeigt, dass eine Kombination dieser Nährstoffe das Fortschreiten der altersbedingten Makuladegeneration verlangsamen kann. Für gesunde Augen im digitalen Zeitalter gilt also dasselbe wie für die allgemeine Gesundheit: Eine abwechslungsreiche Ernährung, reich an Gemüse, Obst und hochwertigen Fetten, ist das Fundament, auf dem alles andere aufbaut.

Erwähnenswert ist auch der Einfluss von Bewegung an der frischen Luft. Immer mehr Studien zeigen, dass die im Freien verbrachte Zeit, insbesondere in der Kindheit und Jugend, das Risiko der Entwicklung von Kurzsichtigkeit senkt. Natürliches Tageslicht stimuliert die Freisetzung von Dopamin in der Netzhaut, das das übermäßige Wachstum des Augapfels bremst – und genau dieses übermäßige Wachstum ist das Wesen der Kurzsichtigkeit. Die Weltgesundheitsorganisation weist in den letzten Jahren auf den rasanten Anstieg der Myopie bei Kindern in Ländern hin, in denen sich intensive Bildung mit einem Mangel an Aktivitäten im Freien verbindet. In einigen asiatischen Metropolen sind bis zu neunzig Prozent der jungen Erwachsenen kurzsichtig. Die Empfehlung ist dabei schlicht: Mindestens zwei Stunden täglich im Freien können das Risiko der Entstehung von Kurzsichtigkeit bei Kindern deutlich senken.

Wie der Ophthalmologe und Forscher Ian Morgan von der Australian National University einmal bemerkte: „Das Beste, was Sie für die Augen Ihrer Kinder tun können, ist, sie nach draußen zu schicken." Einfach, günstig und dennoch durch robuste Daten belegt.

Wenn wir also zur ursprünglichen Frage zurückkehren – was wirklich für die Augen in einer Zeit funktioniert, in der Bildschirme allgegenwärtig sind – ist die Antwort vielleicht weniger aufregend, als es sich die Hersteller spezieller Brillen und teurer Nahrungsergänzungsmittel wünschen würden. Es funktionieren regelmäßige Pausen, bewusstes Blinzeln, hochwertige befeuchtende Tropfen, eine richtig eingestellte Arbeitsumgebung, eine abwechslungsreiche Ernährung und Zeit im Freien. Kein Wunderprodukt kann diese grundlegenden Gewohnheiten ersetzen. Das bedeutet nicht, dass Brillen mit Blaulichtfilter niemandem subjektiv helfen können – der Placebo-Effekt ist eine mächtige Sache, und wenn es sich für jemanden damit angenehmer arbeiten lässt, gibt es keinen Grund, sie zu verdammen. Aber in sie als Hauptstrategie zum Schutz des Sehvermögens zu investieren, wäre irreführend.

Augengesundheit im digitalen Zeitalter ist letztlich weniger eine Frage technologischer Lösungen als vielmehr eines bewussten Umgangs mit dem eigenen Körper. Es genügt, ab und zu die Augen vom Display zu heben, aus dem Fenster zu schauen, zu blinzeln, spazieren zu gehen. Das klingt banal, aber gerade in dieser Einfachheit liegt die Stärke. Die Augen, die uns ein ganzes Leben lang zuverlässig begleiten sollen, verdienen mehr als nur eine weitere App zum Filtern von blauem Licht. Sie verdienen Aufmerksamkeit, Pflege und – vor allem – regelmäßige Erholung vom endlosen Strom der Pixel.

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