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Wie man mit Kindern ökologisch und ohne schlechtes Gewissen reist

Jeder Elternteil kennt das – den Moment, in dem die Planung des Sommerurlaubs beginnt und plötzlich ein Haufen Fragen auf dem Tisch liegt. Wohin fahren? Wie hinkommen? Was einpacken? Und in den letzten Jahren kommt noch eine weitere, immer drängendere Frage hinzu: Lässt sich das Ganze so bewältigen, dass es unseren Planeten nicht mehr belastet als nötig? Ökologisches Reisen mit Kindern klingt für viele wie ein Widerspruch – allein das Gepäckvolumen, das eine Familie mit kleinen Kindern produziert, kann einen ganzen Kofferraum füllen. Dennoch gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, den Urlaub in vollen Zügen zu genießen und dabei einen deutlich kleineren ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Und das Beste daran: Die Kinder lernen dabei etwas, das ihnen kein Lehrbuch vermitteln kann.

Stellen Sie sich die Familie Novák aus Brünn vor. Zwei Erwachsene, zwei Kinder im Alter von fünf und acht Jahren. Noch vor drei Jahren sah ihr typischer Urlaub so aus: Flugtickets in die Türkei, All-inclusive-Resort und Pool mit Wasserrutsche. Nichts dagegen einzuwenden – doch eines Tages kam der ältere Sohn mit einem Schulprojekt über den CO₂-Fußabdruck nach Hause und begann zu fragen, wie viel CO₂ sie eigentlich beim letzten Flug produziert hatten. Der Vater rechnete nach, und die Zahl überraschte ihn. Laut dem Rechner der Organisation Atmosfair produziert ein Hin- und Rückflug von Prag nach Antalya etwa 1,2 Tonnen CO₂ pro Person. Für eine vierköpfige Familie sind das fast fünf Tonnen – also ungefähr so viel, wie laut Klimazielen das jährliche CO₂-Budget eines einzelnen Menschen betragen sollte. Die Nováks beschlossen, es anders zu versuchen. Und sie stellten fest, dass anders nicht schlechter bedeutet.


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Wie man einen Urlaub mit Kindern und kleinerem ökologischen Fußabdruck plant

Die Grundlage jedes umweltfreundlicheren Ausflugs ist die Wahl des Transportmittels. Das Flugzeug ist zweifellos der schnellste Weg, große Entfernungen zu überwinden, aber zugleich derjenige mit dem höchsten CO₂-Fußabdruck. Für Familien mit Kindern hat die Reise mit Zug oder Bus dabei einen unerwarteten Vorteil – die Fahrt selbst wird Teil des Erlebnisses. Kinder, die im Flugzeug sitzen, schauen meist auf den Tablet-Bildschirm. Kinder im Zug beobachten die Landschaft, spielen Gesellschaftsspiele auf dem Klapptisch, essen selbstgemachte Sandwiches und fragen, was das für ein Fluss hinter dem Fenster ist. Die Zugreise verwandelt den Transfer von Punkt A nach Punkt B in ein Abenteuer, an das sich die Familie genauso gut erinnert wie an den Aufenthalt selbst.

Die Tschechische Republik hat in dieser Hinsicht einen enormen Vorteil. Das Eisenbahnnetz deckt praktisch das gesamte Land ab, und mit internationalen Verbindungen gelangt man bequem nach Wien, Dresden, Krakau oder an die Ostsee. Das europäische Bahnnetz ist heute ausgereifter, als die meisten Menschen ahnen – die Organisation The Man in Seat 61 bietet detaillierte Anleitungen, wie man mit dem Zug praktisch überallhin in Europa kommt, einschließlich Tipps zu Umsteigebahnhöfen und Nachtzügen, die Kinder lieben.

Wenn das Auto die einzige realistische Wahl ist – und seien wir ehrlich, mit kleinen Kindern und Bergausrüstung geht es manchmal nicht anders – gibt es Möglichkeiten, auch die Autofahrt umweltfreundlicher zu gestalten. Fahrgemeinschaften mit einer anderen Familie, volle Besetzung aller Sitze, ein gleichmäßiger Fahrstil und der richtige Reifendruck können den Kraftstoffverbrauch um überraschende 15 bis 20 Prozent senken. Und natürlich gilt: Je näher das Ziel, desto kleiner der Fußabdruck. Manchmal reicht es, die Schönheiten zu entdecken, die fünfzig Kilometer von zu Hause entfernt liegen. Böhmisches Paradies, Böhmerwald, Altvatergebirge, Thayatal – das alles sind Orte, um die viele ausländische Touristen die Tschechen beneiden würden, und dabei liegen sie direkt vor der Haustür.

Die Wahl der Unterkunft ist eine weitere Schlüsselentscheidung. Große Hotelresorts mit Klimaanlage, beheizten Pools und endlosen Buffets haben logischerweise einen höheren Energiebedarf als kleinere Pensionen, ökologische Bauernhöfe oder Campingplätze. In den letzten Jahren wächst in Tschechien wie auch im Ausland das Angebot sogenannter Öko-Unterkünfte – also Orte, die aktiv an der Reduzierung ihres ökologischen Fußabdrucks arbeiten. Sie nutzen erneuerbare Energiequellen, bieten lokale Lebensmittel an, minimieren Abfall und binden Gäste oft in naturverbundene Aktivitäten ein. Plattformen wie BioHotels vereinen zertifizierte ökologische Unterkünfte in ganz Europa und können ein hervorragender Ausgangspunkt für die Planung sein.

Aber man muss nicht nur nach spezialisierten Öko-Unterkünften suchen. Schon die Wahl einer kleinen Familienpension, in der mit lokalen Zutaten gekocht wird, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Camping in der Natur, ob im Zelt oder im Wohnmobil, gehört zu den ökologischsten Urlaubsformen überhaupt – vorausgesetzt, man hält sich an die Regeln und hinterlässt den Platz so, wie man ihn vorgefunden hat. Für Kinder ist das Schlafen unter dem Sternenhimmel zudem eines jener Erlebnisse, an die sie sich noch als Erwachsene erinnern.

Essen unterwegs ist ein Thema, das Familien oft unterschätzen, das aber einen wesentlichen Einfluss auf den gesamten ökologischen Fußabdruck des Urlaubs hat. All-inclusive-Buffets, bei denen täglich Tonnen von Lebensmitteln weggeworfen werden, sind aus Umweltsicht problematisch. Dagegen reduziert das Einkaufen auf lokalen Märkten, Kochen mit regionalen Zutaten und der Besuch kleiner Familienrestaurants nicht nur die Verschwendung, sondern unterstützt gleichzeitig die lokale Wirtschaft und bietet der Familie ein authentischeres Erlebnis am Reiseziel. Wenn Sie mit den Kindern auf einem italienischen Markt frische Tomaten, Basilikum und Mozzarella kaufen und gemeinsam ein einfaches Mittagessen zubereiten, ist das eine Lektion in Geografie, Gastronomie und Nachhaltigkeit in einem.

Und was nimmt man mit auf die Reise? Hier eröffnet sich Raum für eine der wichtigsten Lektionen, die wir Kindern mitgeben können. Packen ohne Einwegplastik ist nicht nur ein ökologischer Trend – es ist eine praktische Gewohnheit, die Geld spart und Kinder lehrt, darüber nachzudenken, was sie wirklich brauchen. Eine Wasserflasche aus Edelstahl, Brotdosen statt Plastiktüten, Stoffservietten, eigenes Reisebesteck – das alles sind Kleinigkeiten, die in der Summe einen großen Unterschied machen. Die Familie Novák, von der wir am Anfang gesprochen haben, hat sich ein Set aus Reiseboxen und -flaschen angeschafft und schätzt, dass sie während eines zweiwöchigen Urlaubs etwa hundert bis hundertfünfzig Einweg-Plastikverpackungen einsparen.

Tipps für einen ökologischen Urlaub mit Kindern, die in der Praxis funktionieren

Theorie ist das eine, aber wie sieht das Ganze in der Praxis aus? Hier sind einige konkrete Tipps, die Familien tatsächlich anwenden und die keine dramatischen Opfer erfordern:

  • Wählen Sie ein Reiseziel, das mit dem Zug oder Auto in maximal fünf Stunden erreichbar ist – so reduzieren Sie nicht nur den CO₂-Fußabdruck, sondern auch den Stress beim Reisen mit kleinen Kindern.
  • Wählen Sie Unterkünfte mit Küchenzeile, damit Sie zumindest einen Teil der Mahlzeiten aus lokalen Zutaten zubereiten können.
  • Packen Sie wiederverwendbares Geschirr, Flaschen und Taschen ein – unterwegs sparen Sie Dutzende von Einwegverpackungen.
  • Planen Sie Aktivitäten in der Natur statt in Vergnügungsparks – Wanderungen, Baden in Flüssen, Tierbeobachtungen oder Geocaching sind kostenlos und haben einen ökologischen Fußabdruck von null.
  • Beziehen Sie die Kinder in die Planung ein – lassen Sie sie eine Route auf der Karte auswählen, das Programm vorschlagen oder sich eine „ökologische Herausforderung" für jeden Urlaubstag ausdenken.
  • Kompensieren Sie Emissionen, die sich nicht vermeiden lassen – zum Beispiel über zertifizierte Programme wie Gold Standard.

Die Einbeziehung der Kinder in den gesamten Prozess ist vielleicht das Wichtigste, was Sie tun können. Es geht nicht nur darum, dass sie lernen, Müll zu trennen oder Wasser zu sparen. Es geht darum, dass sie den Zusammenhang zwischen ihren Entscheidungen und dem Zustand der Welt um sie herum verstehen. Ein Kind, das bei der Planung eines ökologischen Urlaubs mithilft, lernt ganz natürlich, kritisch zu denken, Alternativen zu suchen und Rücksicht auf etwas Größeres als die eigenen unmittelbaren Wünsche zu nehmen. Wie die britische Naturwissenschaftlerin und Naturschützerin Jane Goodall sagte: „Jeder Einzelne zählt. Jeder Einzelne hat einen Einfluss. Und jeder Einzelne kann etwas verändern."

Wichtig ist auch, sich von der Illusion zu befreien, dass ökologisches Reisen asketisch oder langweilig sein muss. Ganz im Gegenteil – oft führt es zu intensiveren Erlebnissen. Wenn Sie statt eines Ferienresorts mit Animationsprogramm eine Woche auf einem Bauernhof verbringen, wo die Kinder Ziegen füttern, Kräuter sammeln und lernen, Brot im Ofen zu backen, fahren sie mit Geschichten nach Hause, die sie das ganze Jahr erzählen werden. Wenn Sie statt des Taxis vom Flughafen mit dem Regionalzug durch malerische Städtchen fahren, sehen Sie das Land so, wie es Touristen aus dem Flugzeug niemals sehen werden. Langsameres Reisen bedeutet nicht weniger Erlebnisse – es bedeutet tiefere Erlebnisse.

Eine Rolle spielt auch die Vorbereitung und Bildung vor der Reise. Es gibt eine ganze Reihe von Büchern und Online-Ressourcen, die Familien bei der Planung nachhaltigerer Urlaube helfen. Die tschechische Website Na Zelenou bringt regelmäßig Tipps zum ökologischen Lebensstil einschließlich Reisen und kann ein guter Ausgangspunkt für diejenigen sein, die mit diesem Ansatz gerade erst beginnen. Für Inspiration im Ausland ist die Initiative Green Destinations erwähnenswert, die nachhaltige Tourismusdestinationen weltweit bewertet und zertifiziert.

Kehren wir ein letztes Mal zu den Nováks zurück. Diesen Sommer fuhren sie mit dem Zug in die österreichischen Alpen. Sie übernachteten in einer kleinen Pension mit Bauernhof, wo die Kinder bei den Tieren mithalfen. Sie wanderten, badeten in Bergseen und aßen hausgemachten Käse. Der ältere Sohn führte ein Tagebuch, in dem er notierte, wie viele Plastikverpackungen sie pro Tag „eingespart" hatten. Die jüngere Tochter erklärte, es sei der beste Urlaub gewesen, den sie je erlebt habe. Und der CO₂-Fußabdruck? Etwa ein Fünftel dessen, was die Familie beim vorherigen Flug in die Türkei produziert hatte.

Natürlich behauptet niemand, dass man sofort aufhören muss zu fliegen oder auf jeglichen Komfort verzichten soll. Ökologisches Reisen bedeutet nicht Perfektion, sondern bewusste Entscheidungen. Jede Familie hat andere Möglichkeiten, ein anderes Budget und andere Bedürfnisse. Aber auch kleine Schritte zählen. Einmal alle zwei Jahre den Zug statt das Flugzeug wählen. Die eigene Wasserflasche mitnehmen. Eine Pension statt ein Resort wählen. Obst auf dem lokalen Markt kaufen statt am Hotelbuffet. Jede solche Entscheidung ist ein Signal – an sich selbst, an die eigenen Kinder und an die Welt ringsum –, dass es darauf ankommt.

Und vielleicht ist genau das das größte Geschenk, das wir unseren Kindern im Urlaub machen können. Nicht noch ein Plüschtier aus dem Flughafenshop, sondern das Verständnis, dass die Welt schön, zerbrechlich und es wert ist, sich um sie zu kümmern. Dass Reisen nicht Konsum von Orten bedeuten muss, sondern eine echte Begegnung mit ihnen. Und dass auch ein Familienurlaub ein Schritt in eine bessere Zukunft sein kann – nicht obwohl wir mit Kindern unterwegs sind, sondern gerade deshalb.

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