Ein Brunch zu Hause gelingt leicht, wenn Sie Süßes, Salziges und eine warme Speise kombinieren, die
Brunch hat sich in den letzten Jahren in Cafés und im allgemeinen Sprachgebrauch etabliert, doch es bleibt immer noch eine gewisse Unklarheit: Was ist eigentlich ein Brunch, wann „darf“ man ihn essen und ob es nicht einfach nur ein teureres Frühstück mit besserem Marketing ist. Tatsächlich ist Brunch vor allem ein angenehmes Konzept, das das Beste aus Frühstück und Mittagessen verbindet – und vor allem Raum zum Entspannen bietet. Und das ist der Grund, warum er sich auch gut für zu Hause eignet. Wenn jemand darüber nachdenkt, ob man Brunch zu Hause zubereiten kann, ist die Antwort einfach: Ja, und oft sogar besser als in einem Lokal, denn man kann die Geschmäcker ganz nach eigenem Belieben zusammenstellen, unnötige Verschwendung vermeiden und auf hochwertige Zutaten zurückgreifen.
Brunch wird normalerweise zwischen dem späten Morgen und dem frühen Nachmittag serviert, typischerweise am Wochenende, wenn kein Wecker drängt. Es ist ein geselliges Essen – etwas festlich, aber ungezwungen. Manche genießen dazu Kaffee und etwas Süßes, andere wollen Eier, Salat und etwas „Herzhaftes“. Gerade diese Freiheit ist das Angenehmste daran. Und wenn das Ziel ist, wie man einen Brunch zu Hause macht, braucht es weder eine Profiküche noch zehn Gänge. Es genügt eine durchdachte Zusammenstellung, ein paar bewährte Rezepte und eine Atmosphäre, in der sich die Gäste (oder die Familie) willkommen fühlen.
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Was ist Brunch und warum macht er auch zu Hause Sinn
Das Wort Brunch entstand aus der Verbindung von „breakfast“ und „lunch“ und beschreibt genau das: ein spätes Frühstück, das schon Ambitionen eines Mittagessens hat. Es geht jedoch nicht nur um die Zeit. Brunch ist auch eine Stimmung – ein langsameres Tempo, mehr Geschmäcker auf dem Tisch, die Möglichkeit zu naschen und zu kombinieren. In der Praxis bedeutet das, dass nebeneinander Pfannkuchen mit Obst, eine Schüssel Salat, Brot mit Aufstrich, Eier in verschiedenen Varianten und vielleicht auch Suppe oder ein einfacher herzhafter Kuchen stehen können. Und niemand findet es seltsam.
Zuhause ergibt Brunch zudem überraschend viel Sinn. Oft besteht er nämlich aus Dingen, die ohnehin in der Küche vorhanden sind: Brot (frisch oder aufgebacken), Eier, Gemüse, Joghurt, Obst, etwas zum Bestreichen. Wenn man dazu noch einen „Star“ hinzufügt – etwa einen hausgemachten Aufstrich, ein schnelles Granola oder ein Blech mit geröstetem Gemüse – entsteht ein Tisch, der reichhaltig aussieht, ohne dass man einen halben Tag am Herd verbringen muss. Und die Frage „Kann ich zu Hause Brunch zubereiten?“ wird zu „Warum mache ich das nicht öfter?“.
Interessant ist, wie gut sich Brunch mit einem nachhaltigeren Ansatz zum Essen verbindet. Es ist eine Art von Mahlzeit, bei der Reste natürlich verwendet werden: das gebratene Gemüse von gestern wird zur Füllung für ein Omelett, hartes Brot zu Croutons oder French Toast, überreife Banane zu Pfannkuchenteig. Und wenn jemand versucht, ein umweltfreundlicheres Zuhause zu führen, ist es genau der richtige Moment, um Stoffservietten anstelle von Einwegartikeln zur Hand zu haben, Glasbehälter zur Vorbereitung oder hochwertige umweltfreundliche Reinigungsmittel, denn nach einem Brunch gibt es in der Regel mehr Geschirr zu spülen als nach einem normalen Frühstück.
Um es nicht bei der Theorie zu belassen, eignet sich ein kurzes Beispiel aus dem Alltag: Am Sonntagvormittag trifft sich eine Gruppe von Freunden, jeder bringt etwas Kleines mit – jemand Obst, jemand Brot, jemand hausgemachten Hummus. Der Gastgeber bereitet nur zwei warme Gerichte vor: Rührei und ein Blech mit gebackenen Tomaten. Auf den Tisch kommt ein Krug Wasser mit Zitrone und Minze, Kaffee und Tee. Das Ergebnis? Niemand hat das Gefühl, „bedient“ zu werden, aber alle essen gut und lange. Und genau so ist der beste Brunch zu Hause.
Wie man zu Hause einen tollen Brunch ohne Stress vorbereitet
Wenn die Rede davon ist, wie man zu Hause einen tollen Brunch vorbereitet, stellen sich viele Menschen komplizierte Rezepte und perfekte Arrangements vor. Doch Brunch basiert mehr auf kluger Organisation als auf kulinarischer Akrobatik. Der größte Trick besteht darin, den Tisch so auszugleichen, dass darauf etwas Süßes, etwas Salziges, etwas Frisches und ein warmes Element ist, das das ganze Essen „aufwertet“. Danach fügt sich alles fast von selbst zusammen.
In der Praxis funktioniert es, wenn ein Teil der Dinge im Voraus vorbereitet wird. Ein Aufstrich hält sich bis zum nächsten Tag im Kühlschrank, der Teig für Pfannkuchen lässt sich morgens in fünf Minuten anrühren, das Gemüse wird am Abend geschnitten. Und vor allem: Brunch muss nicht bedeuten, dass alles hausgemacht ist. Man kann ruhig gutes Sauerteigbrot oder qualitativ hochwertige Croissants kaufen und dazu nur das zubereiten, was eine persönliche Note verleiht – zum Beispiel Kräuterquark, Saisonsalat oder schnelles hausgemachtes Granola.
Es ist auch hilfreich, an das Trinken zu denken. Kaffee und Tee sind Klassiker, aber Brunch sieht plötzlich feierlicher aus, wenn auf dem Tisch ein Krug Wasser mit Fruchtaroma, hausgemachter Eistee oder ein Kefirgetränk steht. Und wenn auch die gesündere Seite berücksichtigt wird, ist es gut, neben Brot und Süßigkeiten auch Proteine (Eier, Joghurt, Hülsenfruchtaufstrich) anzubieten, damit man sich nicht schon nach einer Stunde wieder hungrig fühlt.
Auch der „unsichtbare“ Teil des Hausbrunchs spielt eine Rolle: die Atmosphäre. Es reicht, das Fenster zu öffnen, leise Musik anzumachen, eine einfache Vase mit einem Zweig oder einer Blume auf den Tisch zu stellen und anstelle von Papierservietten Stoffservietten zu verwenden. Es sind Kleinigkeiten, aber in der Summe machen sie einen großen Unterschied. Wie ein beliebtes Sprichwort treffend sagt, das zu Brunch mehr passt als zu allem anderen: „Es geht nicht nur darum, was auf dem Teller ist, sondern wie wir uns dabei fühlen.“
Und noch eine praktische Anmerkung: Bei einem Hausbrunch ist es leicht, mit der Menge zu übertreiben. Es ist besser, weniger, aber qualitativ hochwertige Dinge vorzubereiten. Wenn drei bis fünf Dinge auf dem Tisch sind, die zusammenpassen, sieht es übersichtlich und ansprechend aus. Wenn es fünfzehn sind, bleibt oft die Hälfte übrig und die Gäste wissen eigentlich nicht, worauf sie zuerst zugreifen sollen.
Wer Inspiration sucht, kann sich auch die allgemeinen Prinzipien eines ausgewogenen Tellers und einer gesünderen Ernährung anschauen, die zum Beispiel von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gut zusammengefasst werden – es ist kein Brunch-Handbuch, aber es hilft, das Gleichgewicht zwischen Geschmack und dem, was für den Körper sinnvoll ist, zu halten.
Tipps und Rezepte: Was man beim Hausbrunch servieren kann
Die häufigste Frage lautet schlicht: Was soll man beim Hausbrunch servieren, damit es Spaß macht, sättigt und nicht kompliziert ist. Es hat sich bewährt, sich an einigen „Säulen“ zu orientieren und daraus eine konkrete Kombination je nach Saison und Geschmack zu wählen. Die folgenden Tipps und Rezepte für den Hausbrunch sind so zusammengestellt, dass sie sich unterschiedlich kombinieren lassen – und dass die meisten Dinge auch in einer einfachen Küche ohne spezielle Ausrüstung zubereitet werden können.
1) Eier als schnelle warme Sicherheit (Rührei oder Omelett)
Eier sind fast schon ein Symbol für Brunch. Schnell zubereitet, nahrhaft und können mit allem kombiniert werden. Für den Hausbrunch eignen sich Rühreier mit Butter oder Olivenöl, alternativ einfache Omeletts.
Tipp: Rühreier sind am besten, wenn sie langsam bei niedriger Hitze zubereitet und am Ende nur leicht gesalzen werden. Dazu einfach Schnittlauch, Pfeffer und eine Schale mit Tomaten oder Avocado auf den Tisch stellen. Wer eine pflanzliche Variante möchte, kann „Rührtofu“ mit Kurkuma und schwarzem Salz ausprobieren, das an den Geschmack von Eiern erinnert.
2) Ein markanter Aufstrich: Hummus oder Kräuterquark
Brunch basiert auf Aufstrichen. Und gerade der Aufstrich ist etwas, das sich die Leute merken, weil sie in einem Café oft nur „irgendeinen“ bekommen. Zu Hause lässt er sich in wenigen Minuten zubereiten.
- Schneller Hummus: Kichererbsen (gerne aus der Dose), Tahini, Zitrone, Knoblauch, Olivenöl, Salz. Mixen und mit Wasser zu einer cremigen Konsistenz verfeinern.
- Kräuterquark: Quark oder dicker Joghurt, Schnittlauch, Dill, Zitronenschale, Salz, Pfeffer. Auch mit geriebener Gurke hervorragend.
Aufstriche passen gut zu Sauerteigbrot, knusprigen Toasts oder Gemüsesticks. Zudem lassen sie sich im Voraus zubereiten, sodass morgens Ruhe herrscht.
3) Etwas Süßes, aber nicht übertrieben: Bananenpfannkuchen oder Joghurt mit Obst
Der süße Teil des Brunchs muss kein Kuchen sein. Oft genügt etwas Einfaches, das hübsch aussieht und nach Wochenende duftet. Wenn der Brunch etwas gesünder sein soll, sind Bananenpfannkuchen oder eine Schale mit dickem Joghurt, Obst und Nüssen eine gute Wahl.
Bananenpfannkuchen (einfache Version): zerdrückte Banane, zwei Eier, ein paar Esslöffel Hafermehl (oder fein gemahlene Haferflocken), eine Prise Zimt. In der Pfanne braten und mit Obst servieren. Wer eine vegane Version möchte, kann zerdrückte Banane mit pflanzlicher Milch und Mehl verwenden und anstelle der Eier einen Esslöffel gemahlenen Leinsamen mit Wasser hinzufügen.
Joghurtschale: dicker weißer Joghurt, Saisonobst, ein Löffel Nüsse oder Samen, ein Spritzer Honig oder Ahornsirup. Mit hausgemachtem Granola wird das Ganze zur Brunch-Klassiker.
4) Frische auf dem Tisch: große Salatschüssel oder geröstetes Gemüse
Hausbrunch neigt oft dazu, sich auf Brot und Kohlenhydrate zu konzentrieren. Daher lohnt es sich, etwas Grünes und Saftiges hinzuzufügen, das den Teller auflockert. Es muss nichts Kompliziertes sein: Rucola, Feldsalat, Gurke, Tomaten, Olivenöl, Zitrone, Salz. Fertig.
Wenn es draußen kälter ist, ist auch geröstetes Gemüse großartig: Karotten, Zucchini, Paprika, rote Zwiebeln, etwas Öl, Salz, Thymian. Das Blech erledigt die meiste Arbeit und auf dem Tisch sieht es üppig aus. Außerdem lassen sich Reste am nächsten Tag in ein Sandwich oder in Pasta hinzufügen.
5) Brot und „Knuspern“: Sauerteigbrot, Toasts, hausgemachte Croutons
Brot ist beim Brunch so selbstverständlich, dass es manchmal vergessen wird. Dabei hält es den ganzen Tisch zusammen. Eine Kombination aus einem hochwertigen Brot und etwas Weicherem (z.B. Buttergebäck) funktioniert hervorragend. Und wenn altes Brot übrig bleibt, lassen sich daraus Croutons in der Pfanne mit einem Spritzer Öl und Knoblauch zubereiten – zu Salat oder Eiern ist das ausgezeichnet.
6) Getränke, die Eindruck machen: Zitruswasser oder hausgemachter Eistee
Brunch ist gesellig, und so machen Getränke mehr als nur Hydration. Wenn auf dem Tisch ein Krug Wasser mit Zitrone und ein paar Minzblättern steht, wirkt das wie ein Detail aus einem Café – dabei ist es die einfachste Sache der Welt. Ähnlich funktioniert hausgemachter Eistee (schwarz oder grün, gekühlt, mit Zitrone). Und wer möchte, kann auch eine alkoholfreie Variante der „Mimose“ anbieten: Orangensaft mit Soda.
Wenn man all das zusammenstellt, muss ein Hausbrunch keine Leistung sein, sondern eher ein gut durchdachtes Vormittag. Es reicht, ein warmes Gericht (Eier), einen Aufstrich (Hummus), eine süße Option (Pfannkuchen oder Joghurt), etwas Grünes (Salat) und gutes Brot zu wählen. Und dann einfach die Dinge eine Weile auf dem Tisch lassen, damit sich jeder nach Belieben bedienen kann – denn Brunch geht nicht um präzises Servieren, sondern darum, dass man beim Essen etwas länger verweilen kann als gewöhnlich. Vielleicht wird er deswegen so leicht zu einem kleinen Wochenendritual, das überraschend große Auswirkungen auf die Stimmung des ganzen Tages hat.