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Der Herbst kommt langsam, aber sicher. Morgens ist es kalt, nachmittags wird es wärmer und abends sinkt die Temperatur wieder unter die angenehme Grenze. Genau in diesen Tagen, wenn das Wetter sich nicht entscheiden kann, ob es noch Sommer oder schon Herbst ist, machen die meisten Haushalte die größten Fehler beim Heizen. Sie heizen zu früh, zu intensiv oder umgekehrt zu spät und holen dann den Wärmeverlust auf voller Leistung auf. Das Ergebnis sind unnötig hohe Energierechnungen und überhitzte oder ausgekühlte Zimmer. Dabei reicht es vergleichsweise wenig, damit die Übergangszeit komfortabel und wirtschaftlich verläuft.

Die Übergangszeit – also Frühling und Herbst – ist aus Heizsicht die anspruchsvollste Phase des Jahres. Ist das nicht ein Paradox? Im Winter ist die Situation klar: Man heizt. Im Sommer heizt man überhaupt nicht. Aber in den Zwischenphasen, wenn die Außentemperaturen zwischen zehn und zwanzig Grad Celsius schwanken, ist die Entscheidung, ob und wie man heizt, wirklich schwierig. Und genau diese Schwierigkeit führt zur Verschwendung.


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Warum die Übergangszeit Energieeinsparungen zunichte macht

Um klar zu stellen, worum es geht: Das Übergangsheizen beginnt in der Regel dann, wenn die durchschnittliche Tagestemperatur draußen mehrere Tage in Folge unter 13 °C sinkt. Das ist die traditionelle Grenze, bei der die meisten Gebäude beginnen, Wärme schneller zu verlieren, als sie sie auf natürliche Weise halten können. Doch moderne Haushalte sind unterschiedlich – ein alter Plattenbau ohne Dämmung verhält sich anders als ein neues Niedrigenergiehaus mit Dreifachverglasung und kontrollierter Belüftung.

Das Problem der Übergangszeit liegt darin, dass Menschen auf das unmittelbare Gefühl reagieren, nicht auf den tatsächlichen Wärmebedarf. Man steht morgens auf, friert, greift zum Thermostat und dreht ihn auf Maximum. Nachmittags kommt die Sonne, der Raum überhitzt, man öffnet das Fenster und die Wärme fliegt buchstäblich hinaus. Dann heizt man abends wieder. Dieser Kreislauf kann sich jeden Tag wiederholen und ist dabei eine der teuersten Methoden, einen Haushalt zu betreiben.

Laut Daten der Energetischen Regulierungsbehörde gehört ineffizientes Heizen zu den Hauptursachen für den hohen Energieverbrauch in tschechischen Haushalten. Dabei bewegen sich die Einsparungen, die allein durch eine Änderung der Gewohnheiten und der Einstellung des Heizsystems erreichbar sind, im Bereich von mehreren zehn Prozent der jährlichen Heizkosten. Das sind Zahlen, die Beachtung verdienen.

Ein weiterer Faktor, der die Situation verkompliziert, ist die Trägheit von Gebäuden. Wände, Böden und Decken speichern Wärme und geben sie dann nach und nach ab. Wenn man zu intensiv heizt, überhitzt das Gebäude und man muss lüften – wodurch man die Energie verschwendet, die man gerade aufgewendet hat. Umgekehrt: Wenn man zu spät anfängt zu heizen, kühlt das Gebäude aus und sein erneutes Aufwärmen dauert Stunden und kostet deutlich mehr, als wenn man eine stabile Temperatur gehalten hätte. Der Schlüssel zum sparsamen Heizen in der Übergangszeit ist also Stabilität, nicht die Reaktion auf Extreme.

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: eine Familie, die in einer 3-Zimmer-Wohnung in einem Plattenbau in Prag lebt. Jedes Jahr im September fangen sie beim ersten kälteren Morgen an zu heizen, stellen den Thermostat auf 24 °C ein und beschweren sich dann, dass es in der Wohnung zu warm ist und sie die Fenster öffnen müssen. Ihr Nachbar in der gleichen Wohnung hat die Thermostatköpfe an den einzelnen Heizkörpern auf 20–21 °C eingestellt, lässt sie automatisch arbeiten und seine Heizkosten sind um ein Viertel niedriger. Dabei wohnen beide im selben Gebäude, mit der gleichen Dämmung und dem gleichen Heizsystem. Der Unterschied liegt allein im Ansatz.

Praktische Wege, um in der Übergangszeit keine Energie zu verschwenden

Eines der wirksamsten Werkzeuge für sparsames Heizen sind Thermostatköpfe an den Heizkörpern. Es handelt sich um eine relativ günstige Investition, die sich bereits in einer einzigen Heizperiode amortisiert. Ein Thermostatkopf reagiert auf die Lufttemperatur im Raum und reguliert automatisch den Durchfluss des Warmwassers zum Heizkörper. Man muss also nichts manuell einstellen – es reicht, einmal die gewünschte Temperatur zu wählen, und der Thermostatkopf erledigt den Rest. In der Übergangszeit, wenn die Außentemperaturen schwanken, ist diese automatische Regulierung absolut entscheidend.

Smarte Thermostate gehen noch weiter. Sie ermöglichen es, verschiedene Temperaturen für verschiedene Tageszeiten einzustellen – zum Beispiel 20 °C tagsüber, 18 °C nachts und 17 °C, wenn niemand zu Hause ist. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) kann die Senkung der Raumtemperatur um nur ein Grad Celsius den Energieverbrauch für die Heizung um etwa 5–7 % reduzieren. Das ist eine Zahl, die sich bei der ganzjährigen Kalkulation deutlich auf der Rechnung bemerkbar macht.

Genauso wichtig wie das Heizen selbst ist jedoch, wie man mit der Wärme im Haushalt umgeht. Lüften ist für die Luftqualität unerlässlich, aber die Art des Lüftens hat einen enormen Einfluss auf den Energieverbrauch. Kurzes, intensives Lüften – sogenanntes Stoßlüften für drei bis fünf Minuten – ist deutlich effizienter als ein ganztägig leicht geöffnetes Fenster. Beim Stoßlüften wird die Luft im Raum ausgetauscht, aber Wände, Möbel und Boden behalten ihre Wärme. Ein leicht geöffnetes Fenster hingegen verursacht einen kontinuierlichen Wärmeverlust, ohne die Luft ausreichend auszutauschen.

Ein weiterer übersehener Faktor sind Gardinen, Vorhänge und Jalousien. In der Übergangszeit spielen sie in beide Richtungen eine wichtige Rolle. Tagsüber, wenn die Sonne scheint, sollten die Fenster auf der Südseite unbedeckt sein – Sonnenstrahlung kann den Raum auf natürliche Weise erwärmen und den Heizbedarf senken. Abends hingegen wirken zugezogene Vorhänge als Dämmschicht, die den Wärmeverlust durch das Glas verlangsamt. Diese einfache Gewohnheit kann den Wärmeverlust durch Fenster um mehrere zehn Prozent reduzieren.

Vergessen wir auch nicht die Abdichtung von Fenstern und Türen. In der Übergangszeit, wenn weniger intensiv geheizt wird, sind auch kleine Wärmeverluste ein relativ größeres Problem. Ältere Fenster und Türrahmen neigen dazu, kalte Luft durchzulassen, die dann ein Kältegefühl verursacht, selbst wenn die Temperatur richtig eingestellt ist. Der Austausch der Dichtungen ist dabei eine Sache von wenigen Dutzend Kronen und einigen Minuten Arbeit – und das Ergebnis ist sofort spürbar.

Ein sehr praktischer Schritt ist auch die Kontrolle der Heizkörper vor Beginn der Heizperiode. Das Entlüften der Heizkörper ist ein Vorgang, den viele Haushalte vergessen, obwohl eingeschlossene Luft im Heizsystem dessen Effizienz erheblich verringert. Ein Heizkörper, der teilweise mit Luft statt mit warmem Wasser gefüllt ist, heizt ungleichmäßig und verbraucht mehr Energie als nötig. Das Entlüften schafft jeder selbst mit einem speziellen Schlüssel und einem kleinen Behälter – die ganze Operation dauert Minuten.

Wie der deutsche Physiker und Energieexperte Hermann Scheer einmal anmerkte: „Energie, die Sie nicht verbrauchen, ist immer billiger als Energie, die Sie erzeugen müssen." Dieser Gedanke trifft den Kern des sparsamen Heizens genau – es geht nicht darum, auf Wärmekomfort zu verzichten, sondern um einen intelligenten Umgang mit der Energie, die man bereits zur Verfügung hat.

Ein eigenes Kapitel ist das Heizen von weniger genutzten Räumen. Schlafzimmer, Arbeitszimmer oder Gästezimmer müssen nicht die gleiche Temperatur haben wie das Wohnzimmer. In Räumen, in denen man weniger Zeit verbringt, reicht es, eine Temperatur von etwa 16–18 °C zu halten, was den Gesamtverbrauch deutlich senkt. Thermostatköpfe ermöglichen diese Differenzierung einfach und ohne aufwändige Installation.

Erwähnenswert ist auch die Rolle von Bodenbelägen und Teppichen. Ein kalter Boden erzeugt ein Kältegefühl, selbst wenn die Luft im Raum ausreichend warm ist. Ein Teppich oder eine warme Unterlage vor dem Bett oder der Couch kann das subjektive Wärmekomfortgefühl erheblich verbessern – und damit den Bedarf senken, die Temperatur am Thermostat zu erhöhen. Es handelt sich um eine kostengünstige Lösung, die mit der Physiologie der menschlichen Wärmewahrnehmung arbeitet: Unser Körper nimmt die Temperatur von Oberflächen, die wir betreten oder berühren, genauso intensiv wahr wie die Temperatur der Umgebungsluft.

Für diejenigen, die noch weiter gehen wollen, gibt es Apps und smarte Haussteuerungssysteme, die die Außentemperatur überwachen, das Wetter vorhersagen und die Heizeinstellungen automatisch anpassen können, noch bevor sich die Wetteränderung im Inneren bemerkbar macht. Diese Systeme werden immer zugänglicher und ihre Anschaffungskosten sinken. Die Investition in smarte Hausautomatisierung amortisiert sich dabei meist innerhalb von zwei bis drei Jahren – und das ist bei den aktuellen Energiepreisen eine sehr interessante Perspektive.

Die Übergangszeit ist auch ein idealer Zeitpunkt für eine Gesamtbewertung des Zustands des Haushalts aus energetischer Sicht. Es lohnt sich, die Fenster zu überprüfen und die Dichtungen zu kontrollieren, die nach außen oder in unbeheizte Räume führenden Türen zu begutachten, zu prüfen, ob die Heizkörper frei zugänglich und nicht durch Möbel oder Vorhänge verdeckt sind – ein abgedeckter Heizkörper heizt den Raum nämlich deutlich weniger effizient, weil die warme Luft nicht frei zirkulieren kann.

Nicht zuletzt ist die psychologische Dimension der ganzen Sache erwähnenswert. Viele Menschen heizen mehr als nötig, einfach weil es ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Komfort gibt. Wärme ist eine emotionale Angelegenheit – wir verbinden sie mit Zuhause, Behaglichkeit und Geborgenheit. Das ist verständlich. Aber Wärmekomfort bedeutet nicht zwangsläufig ein überhitztes Zimmer. Forschungen zeigen, dass sich Menschen bei einer Temperatur von etwa 20–21 °C in Wohnräumen und 16–18 °C in Schlafzimmern am wohlsten fühlen. Höhere Temperaturen verursachen hingegen Müdigkeit, trockene Nase und Rachen sowie eine Verschlechterung der Schlafqualität.

Die Übergangszeit bietet also eigentlich eine Gelegenheit – die eigenen Gewohnheiten zu überdenken, das Heizsystem vernünftig einzustellen und die Saison mit dem Bewusstsein zu beginnen, dass keine Energie unnötig zum Fenster hinausfliegt. Ein Haushalt, der die Übergangszeit effizient meistert, bewältigt in der Regel auch die gesamte Wintersaison mit niedrigeren Kosten und höherem Komfort. Und das ist genau das Ergebnis, um das es geht.

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