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# Schmerzen hinter dem Auge im Zusammenhang mit Bildschirmen und was dagegen zu tun ist

Modernes Leben spielt sich zu einem großen Teil vor Bildschirmen ab. Der Computer bei der Arbeit, das Handy in der U-Bahn, das Tablet abends auf dem Sofa – ein durchschnittlicher Mensch verbringt heute mehr als zehn Stunden täglich vor digitalen Displays. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen dasselbe unangenehme Gefühl beschreiben: einen dumpfen oder pochenden Schmerz hinter dem Auge, der sich nach einigen Stunden am Monitor einstellt. Manchmal begleitet von einem Druckgefühl, manchmal von leichter Übelkeit oder verschwommenem Sehen. Obwohl das beunruhigend klingt, handelt es sich in den meisten Fällen um ein gut beschriebenes und beherrschbares Problem – wenn wir wissen, was dahintersteckt.

Augenärzte und Neurologen bezeichnen diesen Symptomkomplex als digitale Augenermüdung, auf Englisch digital eye strain oder computer vision syndrome. Laut der American Optometric Association leiden etwa 50 bis 90 Prozent der Menschen, die regelmäßig vor einem Bildschirm arbeiten, an diesem Syndrom. Das ist eine erschreckende Zahl, und dennoch wird erstaunlich wenig darüber gesprochen – die meisten Menschen schreiben den Schmerz Stress, schlechtem Schlaf oder allgemeiner Müdigkeit zu und suchen nicht nach der eigentlichen Ursache.


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Warum verursachen Bildschirme eigentlich Schmerzen hinter dem Auge?

Um das klarzustellen: Das Display selbst „verbrennt" die Augen nicht und verursacht keine dauerhaften Sehschäden. Das Problem ist subtiler und liegt darin, wie die Augen beim Betrachten digitaler Inhalte arbeiten. Anders als beim Lesen gedruckter Texte, bei dem die Zeichen scharf und der Kontrast stabil sind, bestehen Pixel auf einem Bildschirm aus Lichtpunkten, die leicht flimmern und deren Ränder nicht perfekt scharf sind. Gehirn und Augen müssen diesen Unterschied ständig ausgleichen – und das ist erschöpfende Arbeit.

Hinzu kommt das Problem mit der Blinzelfrequenz. Unter normalen Umständen blinzelt ein Mensch etwa fünfzehnmal pro Minute – diese reflexartige Bewegung befeuchtet die Hornhaut und hält sie in gutem Zustand. Eine im Fachjournal Investigative Ophthalmology & Visual Science veröffentlichte Studie zeigte, dass die Blinzelfrequenz bei der Arbeit am Computer auf ein Drittel bis die Hälfte des normalen Wertes sinkt. Das Ergebnis sind ausgetrocknete, gereizte Augen, die dann Schmerzsignale aussenden – und diese äußern sich sehr häufig als Druck oder Schmerz hinter dem Auge oder in der Schläfe.

Eine wesentliche Rolle spielt auch der Abstand und der Blickwinkel. Viele Menschen stellen ihren Monitor zu hoch oder zu nah ein, ohne es zu merken. Die Augen müssen dann ständig konvergieren – also aufeinander zugerichtet werden – und die Fokussierung auf ein nahes Objekt aufrechterhalten. Die Muskeln, die diese Bewegungen steuern, sind klein und beginnen nach stundenlanger ununterbrochener Arbeit schlicht zu schmerzen, ähnlich wie der Bizeps nach dem langen Tragen schwerer Einkäufe schmerzen würde.

Auch das blaue Licht, das Bildschirme in höherer Intensität als natürliche Lichtquellen abstrahlen, darf nicht außer Acht gelassen werden. Sein Einfluss auf Augenschmerzen ist zwar wissenschaftlich umstritten und nicht eindeutig geklärt, aber es gibt Hinweise darauf, dass blaues Licht die Melatoninproduktion stört und dadurch die Schlafqualität verschlechtert – und unzureichender Schlaf erhöht seinerseits die Lichtempfindlichkeit der Augen und beeinträchtigt die Konzentrationsfähigkeit, wodurch ein Teufelskreis entsteht.

Tomáš, ein dreißigjähriger Grafikdesigner aus Brünn, beschreibt eine Situation, die für viele Berufstätige typisch ist: „Morgens komme ich fit zur Arbeit, aber gegen drei Uhr nachmittags habe ich das Gefühl, als würde mir jemand von innen auf die Augen drücken. Einen Moment lang denke ich, dass eine Migräne beginnt, aber dann geht es vorbei, sobald ich mich eine halbe Stunde vom Monitor erholt habe." Seine Geschichte veranschaulicht den klassischen Verlauf der digitalen Augenermüdung – der Schmerz setzt allmählich ein, verstärkt sich im Laufe des Tages und lässt nach einer Pause nach. Genau diese Abhängigkeit von der vor dem Bildschirm verbrachten Zeit ist der entscheidende diagnostische Hinweis.

Produkte zur Augenpflege bei digitaler Ermüdung: Blaulichtfilterbrille, Augentropfen, ein Glas Wasser und luteinhaltiges Gemüse

Wann zum Arzt gehen und was man in der Zwischenzeit tun kann?

Es ist wichtig, zwischen durch Bildschirme verursachter Ermüdung und Symptomen zu unterscheiden, die auf eine ernstere Erkrankung hinweisen könnten. Plötzliche, starke Schmerzen hinter dem Auge – insbesondere wenn sie von Rötung, Sehstörungen, Übelkeit oder Kopfschmerzen begleitet werden – können ein Zeichen für erhöhten Augeninnendruck oder einen anderen Zustand sein, der sofortige medizinische Versorgung erfordert. Ebenso sollte jeder, der unter wiederkehrenden Augenschmerzen leidet, seine Sehkraft untersuchen lassen, da ein nicht korrigierter oder schlecht korrigierter Sehfehler die Belastung bei der Arbeit am Bildschirm erheblich verschlimmert.

Wenn der Schmerz hinter dem Auge jedoch vorhersehbar nach längerem Sitzen am Computer auftritt und nach einer Pause verschwindet, handelt es sich höchstwahrscheinlich um digitale Augenermüdung. Und der lässt sich durch eine Reihe praktischer Maßnahmen vorbeugen oder zumindest deutlich lindern.

Die bekannteste und zugleich einfachste Empfehlung ist die 20-20-20-Regel: Alle 20 Minuten schaut man für 20 Sekunden auf ein Objekt, das mindestens 20 Fuß (etwa 6 Meter) entfernt ist. Dieses kurze Pausenritual ermöglicht es den Augenmuskeln zu entspannen und erhöht gleichzeitig auf natürliche Weise die Blinzelfrequenz. Die American Academy of Ophthalmology bewirbt diese Regel aktiv als eine der effektivsten und zugleich zugänglichsten Methoden zur Reduzierung der Augenermüdung.

Wichtig ist auch die richtige Einrichtung des Arbeitsplatzes. Der Monitor sollte sich in einem Abstand von etwa 50 bis 70 Zentimetern von den Augen befinden, und sein oberer Rand sollte ungefähr auf Augenhöhe oder leicht darunter liegen – niemals höher. Die Helligkeit des Bildschirms sollte in etwa der Beleuchtung des Raumes entsprechen; ein zu heller Monitor in einem dunklen Raum oder umgekehrt ein dunkles Display in einem zu hell beleuchteten Raum belastet die Anpassungsmechanismen des Auges unnötig. Eine Entspiegelungsschicht auf der Brille oder auf dem Monitor selbst kann die Menge des auf die Netzhaut treffenden Streulichts erheblich reduzieren.

Immer mehr Menschen greifen zu Brillen mit Blaulichtfilter. Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich umstritten – eine Übersichtsstudie der Cochrane Collaboration aus dem Jahr 2023 fand keine überzeugenden Belege dafür, dass diese Brillen die Augenermüdung besser reduzieren als ein Placebo. Dennoch berichten viele Nutzer von subjektiver Erleichterung, und wenn man die Brille abends trägt, kann sie tatsächlich dazu beitragen, einen natürlicheren Schlafrhythmus zu bewahren, indem sie das blaue Licht vor dem Schlafengehen reduziert.

Hydratation ist ein weiterer Faktor, der in der Diskussion über Augenschmerzen unterschätzt wird. Ausgetrocknete Augen schmerzen deutlich mehr und sind anfälliger für Reizungen. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr im Laufe des Tages sowie gegebenenfalls die Verwendung von Kunsttränen ohne Konservierungsstoffe können die Symptome der digitalen Augenermüdung erheblich lindern. Dasselbe gilt für die Raumluft – Klimaanlagen und Heizungen trocknen die Luft und damit auch die Augenoberfläche aus, sodass ein Luftbefeuchter im Büro kein bloßer Luxus ist, sondern ein wirklich nützliches Hilfsmittel sein kann.

Wie der Augenarzt und Forscher Mark Rosenfield vom New York College of Optometry sagte: „Digitale Augenermüdung ist keine Krankheit – sie ist die natürliche Reaktion eines gesunden Auges auf Bedingungen, für die die evolutionäre Entwicklung des Menschen nicht ausgelegt war." Diese Perspektive ist befreiend: Das Problem liegt weder an Ihnen noch an den Augen selbst, sondern an der Umgebung, die wir geschaffen haben und die sich anpassen lässt.

Neben Anpassungen der Umgebung und Arbeitsgewohnheiten gibt es auch Produkte, die langfristig die Augengesundheit von innen unterstützen können. Die Ernährung spielt eine Rolle, die zunehmend in den Fokus der Forschung rückt. Lutein und Zeaxanthin – Pigmente, die natürlich in der Netzhaut vorkommen – helfen dabei, blaues Licht zu filtern und die Fotorezeptoren zu schützen. Sie finden sich vor allem in dunkelgrünem Blattgemüse wie Grünkohl oder Spinat, aber auch in Eiern. Omega-3-Fettsäuren wiederum unterstützen die Bildung des Tränenfilms und können die Symptome des trockenen Auges lindern. Eine abwechslungsreiche, antioxidantienreiche Ernährung ist daher kein bloßes Klischee eines gesunden Lebensstils, sondern hat direkte Auswirkungen darauf, wie gut Ihre Augen die tägliche digitale Belastung bewältigen.

Das wachsende Interesse an der Augenpflege im Kontext des digitalen Lebensstils spiegelt sich auch im Sortiment von Produkten wider, die auf das allgemeine Wohlbefinden ausgerichtet sind. Hochwertige Augentropfen ohne Konservierungsstoffe, ergonomische Hilfsmittel zur richtigen Monitoreinstellung oder natürliche Nahrungsergänzungsmittel mit Lutein und Vitamin A sind Teil eines umfassenderen Ansatzes zur Selbstfürsorge, der nicht beim Fitnessstudio oder dem gesunden Teller aufhört. Die Augen sind ein Organ, das ununterbrochen arbeitet und dessen Wohlbefinden die Produktivität, die Stimmung und die Schlafqualität direkt beeinflusst – und sie verdienen dieselbe Aufmerksamkeit wie der Rest des Körpers.

Interessant ist, dass der durch Bildschirme verursachte Schmerz hinter dem Auge auch durch das allgemeine Stressniveau und die psychische Anspannung verstärkt werden kann. Angespannte Nacken- und Schultermuskeln – ein typischer Begleiter langen Sitzens am Computer – übertragen die Anspannung in den Bereich der Schläfen und Augenhöhlen. Daher ist regelmäßiges Dehnen von Nacken und Schultern sowie bewusstes Entspannen der Stirnmuskulatur ein unverzichtbarer Bestandteil der Vorbeugung. Yoga, Atemübungen oder auch ein kurzer Spaziergang während des Arbeitstages tun mehr für die Augengesundheit, als es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Digitale Bildschirme werden aus unserem Leben nicht verschwinden – und das müssen sie auch nicht. Der Schlüssel liegt in einem bewussten Umgang mit ihnen. Kleine Veränderungen bei der Monitoreinstellung, regelmäßige Pausen, ausreichende Hydratation und Aufmerksamkeit für den allgemeinen Lebensstil können einen Unterschied darin machen, wie sich die Augen am Ende des Tages anfühlen. Und das ist ein Unterschied, den jeder zu schätzen weiß, der das unangenehme Druckgefühl hinter dem Auge kennt, das einen sonst produktiven Nachmittag trübt.

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