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Die ersten Wochen mit einem Neugeborenen sind voller neuer Erlebnisse – schlaflose Nächte, das erste Lächeln, endloses Wickeln. Und dann kommt eines Morgens der Moment, in dem eine Frau auf die Bürste schaut und feststellt, dass darin mehr Haare sind, als sie erwartet hätte. Viel mehr. Strähnen bleiben auf dem Kissen zurück, verstopfen den Abfluss in der Dusche und zieren praktisch jedes Kleidungsstück. Postpartaler Haarausfall ist ein Phänomen, das die meisten frischgebackenen Mütter betrifft, und dennoch spricht kaum jemand vorher darüber. Versuchen wir also einen Blick darauf zu werfen, warum das passiert, wie lange es dauert und was wirklich hilft – ohne unnötige Mythen und leere Versprechen.

Um zu verstehen, warum die Haare nach der Geburt ausfallen, muss man zunächst einige Monate zurückgehen, in die Schwangerschaft. Während der neun Monate des Wartens auf das Baby steigt im weiblichen Körper der Östrogenspiegel dramatisch an. Östrogen verlängert unter anderem die Wachstumsphase des Haares, die sogenannte Anagenphase. Das bedeutet in der Praxis, dass Haare, die unter normalen Umständen natürlich ausgefallen wären, auf dem Kopf bleiben. Viele schwangere Frauen genießen daher eine Phase von dichtem, glänzendem Haar – und das zu Recht, denn ihr Kopf trägt zu diesem Zeitpunkt um Dutzende Prozent mehr Haare als üblich. Doch nach der Geburt sinkt der Östrogenspiegel rapide ab. Der Körper kehrt zu seiner normalen hormonellen Einstellung zurück, und all die Haare, die „in der Warteschlange" zum Ausfallen standen, beschließen plötzlich, gleichzeitig zu gehen. Fachlich wird dieser Zustand als Telogenes Effluvium bezeichnet, und laut der American Academy of Dermatology (AAD) betrifft er bis zur Hälfte aller Frauen nach der Geburt. Es handelt sich also weder um eine Krankheit noch um eine Störung – es ist eine physiologische Reaktion des Organismus auf die hormonelle Veränderung.

Die meisten Frauen bemerken den verstärkten Haarausfall etwa zwei bis vier Monate nach der Geburt. Bei manchen beginnt es früher, bei anderen später, aber das Prinzip ist immer dasselbe: Die Haare wechseln von der Wachstumsphase in die Ruhephase und fallen dann aus. Der Höhepunkt liegt typischerweise um den dritten bis vierten Monat nach der Geburt des Kindes. Die gute Nachricht ist, dass sich der Zustand bei der überwiegenden Mehrheit der Frauen innerhalb von sechs bis zwölf Monaten von selbst normalisiert. Die Haare wachsen allmählich wieder nach, und der Kopf kehrt zu seinem Zustand vor der Schwangerschaft zurück. Die schlechte Nachricht? Die mehrere Monate des intensiven Haarausfalls können psychisch belastend sein, besonders wenn postpartale Erschöpfung, Schlafmangel und all die anderen Herausforderungen der frühen Mutterschaft hinzukommen.

Warum manche Frauen mehr Haare verlieren als andere

Nicht jede frischgebackene Mutter erlebt den Haarausfall gleich intensiv. Eine ganze Reihe von Faktoren spielt dabei eine Rolle. Genetik ist einer davon – wenn die Mutter oder Schwester einer Frau eine ausgeprägte postpartale Ausdünnung hatte, ist es wahrscheinlicher, dass es sie ebenfalls trifft. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der allgemeine Gesundheitszustand und die Ernährung. Schwangerschaft und Stillen stellen enorme Anforderungen an den Organismus, und wenn dem Körper wichtige Nährstoffe fehlen, bekommen die Haare das als Erstes zu spüren. Eisen ist in dieser Hinsicht absolut entscheidend. Laut Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leidet ein erheblicher Teil der schwangeren und stillenden Frauen weltweit an Eisenmangelanämie, und gerade Eisenmangel gehört zu den häufigsten Ursachen für übermäßigen Haarausfall im Allgemeinen. Wenn sich also zum natürlichen hormonellen Telogenen Effluvium noch ein Eisendefizit hinzugesellt, kann der Haarverlust deutlich intensiver ausfallen.

Eine Rolle spielt auch die Schilddrüsenfunktion. Die postpartale Thyreoiditis, also eine Schilddrüsenentzündung nach der Geburt, betrifft verschiedenen Schätzungen zufolge fünf bis zehn Prozent der Frauen, und eines ihrer Symptome kann gerade verstärkter Haarausfall sein. Daher ist es wichtig, dass Frauen, bei denen der Haarausfall ungewöhnlich lange anhält oder besonders intensiv ist, einen Arzt aufsuchen und ihr Blutbild sowie die Schilddrüsenhormone überprüfen lassen. Manchmal handelt es sich nämlich nicht „nur" um einen natürlichen postpartalen Prozess, sondern um einen Zustand, der eine Behandlung erfordert.

Stress ist ein weiterer Faktor, der nicht unterschätzt werden sollte. Und ehrlich gesagt – gibt es eine stressigere Lebensphase als die ersten Monate mit einem Neugeborenen? Chronischer Stress beeinflusst nachweislich den Haarzyklus und kann das Telogene Effluvium verlängern oder verschlimmern. Es entsteht so etwas wie ein Teufelskreis: Die Frau ist müde und gestresst, die Haare fallen aus, was sie noch mehr stresst, und die Haare reagieren darauf mit weiterem Ausfall. Diesen Kreislauf zu durchbrechen ist nicht einfach, aber es ist möglich.

Nehmen wir zum Beispiel die Geschichte von Klára, einer dreißigjährigen Erstgebärenden aus Brünn, die drei Monate nach der Geburt bemerkte, dass ihr die Haare in ganzen Büscheln ausfielen. „Ich hatte das Gefühl, dass mir bald nichts mehr auf dem Kopf übrig bleibt", erinnert sie sich. Ihre Hausärztin empfahl ihr Bluttests, die einen niedrigen Ferritinspiegel – also niedrige Eisenspeicher – ergaben. Nach der Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels und einer Umstellung des Speiseplans verbesserte sich die Situation innerhalb weniger Monate deutlich. Kláras Fall illustriert schön, dass auch wenn postpartaler Haarausfall natürlich ist, manchmal ein konkretes Defizit dahintersteckt, das sich beheben lässt.

Was wirklich hilft – und was nur Marketing ist

Das Internet ist voll von Ratschlägen, Wundershampoos, Nahrungsergänzungsmitteln und Hausmitteln, die versprechen, den Haarausfall nach der Geburt zu stoppen. Die Realität ist leider nüchterner: Wenn es sich um ein rein hormonelles Telogenes Effluvium handelt, gibt es kein Produkt, das es vollständig stoppen könnte. Haare, die in die Ruhephase übergegangen sind, fallen einfach aus – das ist Physiologie, keine Krankheit. Was man aber tun kann, ist, den Körper so zu unterstützen, dass neue Haare so schnell und so gesund wie möglich nachwachsen, und gleichzeitig weitere Faktoren zu minimieren, die den Haarausfall verschlimmern.

Ernährung steht an erster Stelle. Proteine sind der grundlegende Baustein der Haare – Keratin, aus dem Haare bestehen, ist ein Protein. Eine ausreichende Zufuhr hochwertiger Proteine aus Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchten, Eiern oder Milchprodukten ist daher absolut entscheidend. Neben Proteinen spielen das bereits erwähnte Eisen sowie Zink, Biotin, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren eine wichtige Rolle. Es ist nicht nötig, sofort zu teuren Nahrungsergänzungsmitteln zu greifen – ideal ist es, zunächst den Speiseplan anzupassen und eventuelle Defizite gezielt auf Basis von Bluttests zu behandeln. Wie Professor Trüeb von der Universität Zürich, einer der weltweit führenden Experten für Trichologie, anmerkte: „Eine Supplementierung ist nur dort sinnvoll, wo ein nachgewiesenes Defizit vorliegt. Die pauschale Einnahme hoher Dosen von Biotin oder Zink ohne Indikation ist nicht evidenzbasiert."

Was die äußere Haarpflege betrifft, gelten einige einfache Regeln. Sanfter Umgang mit den Haaren ist die Grundlage – nasses Haar ist brüchiger, daher ist es besser, es nicht mit Gewalt zu kämmen, sondern vorsichtig mit einem Kamm mit breiten Zinken zu entwirren. Es lohnt sich, die Verwendung von Föhnen auf hoher Temperaturstufe, Glätteisen und Lockenstäben einzuschränken. Enge Frisuren wie strenge Dutts oder Zöpfe können die Haare mechanisch schädigen und zur sogenannten Traktionsalopezie beitragen. Shampoos und Conditioner sollten schonend sein, ohne aggressive Sulfate, idealerweise mit natürlicher Zusammensetzung. Auf dem Markt gibt es eine Reihe von natürlichen Haarpflegeprodukten mit Biotin, Brennnessel oder Rosmarin, die zwar den hormonellen Haarausfall nicht stoppen, aber die Gesundheit der Kopfhaut unterstützen und bessere Bedingungen für das Wachstum neuer Haare schaffen können.

Eine interessante und recht gut belegte Methode ist die Kopfhautmassage. Eine in der Fachzeitschrift ePlasty veröffentlichte Studie zeigte, dass eine regelmäßige Kopfhautmassage von vier Minuten täglich die Haardicke erhöhen kann, wahrscheinlich durch eine verbesserte Durchblutung der Haarfollikel. Es ist kein Wunder, aber als ergänzende Methode ist es ein angenehmes und völlig sicheres Ritual, das eine Frau leicht in ihre tägliche Routine einbauen kann – zum Beispiel beim Haarewaschen.

Was Nahrungsergänzungsmittel betrifft, ist Biotin (Vitamin B7) wohl das am häufigsten genannte Vitamin im Zusammenhang mit Haaren. Es stimmt, dass ein Biotinmangel zu Haarausfall führen kann, allerdings ist ein tatsächlicher Biotinmangel in der allgemeinen Bevölkerung relativ selten. Wenn eine Frau sich abwechslungsreich ernährt, hat sie wahrscheinlich genug davon. Dennoch gibt es Situationen, in denen eine Supplementierung sinnvoll ist – zum Beispiel bei sehr einseitiger Ernährung oder bei nachgewiesenem Mangel. Ähnlich verhält es sich mit Vitamin D, dessen Mangel in unseren Breitengraden recht häufig ist, besonders in den Wintermonaten, und das eine Rolle im Haarzyklus spielt.

Erwähnenswert sind auch psychisches Wohlbefinden und Erholung. Ja, mit einem Neugeborenen ist Erholung ein Luxus, aber jeder Freiraum zur Regeneration – sei es ein kurzer Schlaf tagsüber, ein Spaziergang an der frischen Luft oder ein Moment der Stille mit einer Tasse Tee – kann helfen, den Spiegel der Stresshormone zu senken und damit indirekt auch die Haargesundheit zu unterstützen. Das ist kein Klischee, das ist Physiologie. Cortisol, das wichtigste Stresshormon, beeinflusst nachweislich die Haarfollikel und kann die Ruhephase des Haarzyklus verlängern.

Und wann ist es Zeit, einen Arzt aufzusuchen? Wenn der Haarausfall länger als ein Jahr nach der Geburt anhält, wenn sichtbar kahle Stellen auf dem Kopf auftreten, wenn weitere Symptome wie extreme Müdigkeit, Gewichtsveränderungen oder Stimmungsstörungen vorhanden sind, ist eine fachärztliche Untersuchung definitiv angebracht. Ein Dermatologe oder Trichologe kann eine detaillierte Untersuchung der Kopfhaut durchführen und gegebenenfalls ein Trichogramm empfehlen – eine mikroskopische Haaruntersuchung, die zeigt, in welcher Zyklusphase sich die Haare befinden. Der Hausarzt oder Gynäkologe kann dann eine Laboruntersuchung des Blutes veranlassen.

Es ist auch gut zu wissen, dass postpartaler Haarausfall sich mit jeder weiteren Schwangerschaft wiederholen kann. Manche Frauen erleben ihn stärker beim ersten Kind, andere hingegen beim zweiten oder dritten. Es gibt keinen zuverlässigen Weg, ihm vollständig vorzubeugen, aber das Wissen, dass es sich um einen vorübergehenden und natürlichen Zustand handelt, kann an sich schon eine Erleichterung sein.

Letztendlich ist postpartaler Haarausfall eine der vielen Veränderungen, die der weibliche Körper während der Mutterschaft durchmacht. Es ist kein Versagen des Organismus, es ist keine Folge schlechter Pflege und es ist definitiv kein Grund zur Panik. Es ist einfach der Körper, der nach einer der anspruchsvollsten und schönsten Phasen des Lebens ins Gleichgewicht zurückkehrt. Die Haare wachsen wieder nach. Und in der Zwischenzeit? In der Zwischenzeit ist es völlig in Ordnung, ein Haarband zu tragen, einen neuen kürzeren Haarschnitt auszuprobieren oder sich einfach daran zu erinnern, dass in ein paar Monaten alles anders sein wird. Denn das wird es.

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