Wie man einen Schinkenaufstrich zubereitet, der Sie in Ihre Kindheit zurückversetzt
Schinkencreme - Ein Retro-Klassiker, der immer noch viel zu bieten hat
Es gibt Gerichte, die mehr als nur Geschmack in sich tragen. Sie sind Erinnerungen an die Kindheit, an Familienfeiern, an Silvesterabende bei der Großmutter oder festliche Bewirtungen, die mit Sorgfalt und Begeisterung zubereitet wurden. Schinkencreme gehört ohne Zweifel dazu. Diese einfache, aber köstliche Vorspeise hat eine lange Geschichte – und obwohl sie von manchen als Relikt der Vergangenheit betrachtet werden könnte, sinkt ihre Beliebtheit keineswegs. Im Gegenteil – sie kehrt im großen Stil zurück.
Die Rückkehr von Retro-Aromen auf den modernen Tisch
Vor einigen Jahren hätte man vielleicht sagen können, dass die Schinkencreme in Vergessenheit geraten ist. Wellen gastronomischer Trends drängten sie für einen Moment in den Hintergrund – stattdessen erschienen Tapenaden, Hummus, Avocadocremes oder verschiedene exotische Pasteten. Doch gerade in den letzten Jahren ist ein starkes Verlangen nach Gerichten zu erkennen, die wir von zu Hause kennen. In einer Zeit, in der sich die Welt schneller verändert als je zuvor, suchen wir Sicherheit in dem, was uns vertraut ist. Und was ist vertrauter als eine ehrliche Schinkencreme auf einem Brötchen?
Es stellt sich zudem heraus, dass gerade die Retro-Küche wahre Schätze bietet. Gut zubereitet können sie nicht nur schmackhaft, sondern auch ernährungsphysiologisch ausgewogen sein. Und das gilt auch für diesen Klassiker unter den Aufstrichen. Die beste Schinkencreme besteht nämlich nicht nur aus Schinken und Butter – heute kann sie mit leichteren Zutaten zubereitet werden, ohne unnötig schwere Fette, und dennoch verliert sie nichts von ihrem typischen Geschmack.
Was macht Schinkencreme so beliebt?
Ob es sich um eine Geburtstagsfeier, eine Hochzeit oder eine Firmenfeier handelt, eines gilt fast universell: Brötchen mit Schinkencreme verschwinden als erstes vom Tisch. Warum? Es ist die Kombination mehrerer Faktoren. Zunächst ist es die zarte, cremige Konsistenz, die förmlich auf der Zunge zergeht. Dann der dezente, aber reichhaltige Geschmack von hochwertigem Schinken. Und natürlich die Nostalgie – Schinkencreme im Retro-Stil weckt Erinnerungen an Zeiten, in denen jedes Essen mit Liebe und ohne Eile zubereitet wurde.
Nicht zuletzt ist es auch die einfache Zubereitung. Schinkencreme erfordert keine komplizierten Zutaten oder Techniken – alles findet sich meist zu Hause. Es braucht nur ein paar Grundzutaten und etwas Geschick.
Wie bereitet man die richtige Schinkencreme zu?
Es gibt mehrere Varianten, das Rezept für Schinkencreme kann von Familie zu Familie variieren, aber die Basis bleibt gleich: Schinken, Butter und Sahne. In einigen Versionen wird Schmelzkäse hinzugefügt, in anderen Meerrettich oder Senf. Wichtig ist, hochwertigen Schinken zu wählen – idealerweise Schinken vom Knochen oder Schinken höchster Qualität mit hohem Fleischanteil.
Hier ist eines der bewährten Rezepte, das seit Generationen beliebt ist:
Schinkencreme (traditionelles Rezept)
Zutaten:
- 200 g hochwertiger Schinken
- 100 g Butter (es kann auch ein pflanzliches Alternativfett sein)
- 2 Esslöffel Schlagsahne
- 1 Esslöffel Senf
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- optional: ein Spritzer Zitronensaft, geriebener Meerrettich oder Kräuter
Zubereitung:
- Schneiden Sie den Schinken in kleinere Stücke und pürieren Sie ihn glatt.
- Fügen Sie die weiche Butter, den Senf und die Sahne hinzu.
- Alles mit einem Stabmixer oder in einem Küchenroboter zu einem dichten Schaum aufschlagen.
- Mit Salz, Pfeffer, eventuell Meerrettich oder Zitrone abschmecken.
- Lassen Sie es mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen.
Diese Creme eignet sich hervorragend für Häppchen, auf klassischen Brötchen mit Ei und Gurke, aber auch als Aufstrich auf Vollkornbrot oder als Füllung für Gemüse-Rollen.
Nicht nur für Brötchen
Wenn man von Schinkencreme spricht, denkt jeder sofort an Brötchen – idealerweise mit einer Scheibe Ei, einem Stück saurer Gurke und einem Zweig Petersilie. Aber dieser Aufstrich hat eine viel breitere Verwendung. Zum Beispiel kann er als Füllung für salzige Körbchen aus Blätterteig verwendet werden, als Dip für Gemüsesticks oder sogar als Basis für eine herzhafte Torte. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Im modernen Stil wird Schinkencreme oft auch in „Fingerfood“-Varianten serviert – zum Beispiel auf einem knusprigen Cracker mit einem Tropfen Trüffelöl oder in Mini-Gläsern mit einem Schichtsystem wie bei Tiramisu. Das zeigt, dass auch traditionelle Gerichte stilvoll und innovativ sein können.
Eine Geschichte aus der gewöhnlichen Küche
Frau Ludmila aus Brünn, die in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag feierte, erinnert sich, wie sie schon als junge Frau zu Weihnachten Schinkencreme zubereitete: "Es ging schnell und schmeckte immer. Die Kinder strichen sie sich auf die Brötchen, mein Mann aß sie mit Zwiebeln und ich mochte sie am liebsten auf geröstetem Brot. Heute macht sie auch meine Enkelin – nur verwendet sie statt Butter Avocadoöl und fügt Schnittlauch hinzu. Aber sie schmeckt immer noch genauso gut."
Solche Zeugnisse zeigen, dass Essen nicht nur eine Speise ist, sondern auch eine Brücke zwischen den Generationen. Und Schinkencreme ist ein perfektes Beispiel dafür.
Tipps für noch besseren Geschmack
Bevor Sie mit der Zubereitung der Creme beginnen, lassen Sie alle Zutaten – etwa Butter, Sahne und Schinken – auf Raumtemperatur erwärmen, damit sie sich besser verbinden und das Ergebnis schön luftig wird. Spielen Sie ruhig mit den Geschmäckern und fügen Sie zum Beispiel Frischkäse, Rahmkäse oder ein paar Tropfen Worcestersauce hinzu. Und wenn Sie kein Fleisch mögen, macht das nichts – probieren Sie eine vegetarische Version aus geräuchertem Tofu oder roten Linsen mit etwas geräuchertem Paprika.
Warum passt Schinkencreme auch heute noch?
In Zeiten, in denen oft von der Notwendigkeit gesprochen wird, den Fleischkonsum zu reduzieren, könnte man meinen, dass Schinkencreme ihre Tage gezählt hat. Doch gerade ihre Flexibilität ermöglicht es, sie auch an moderne Ernährungsgewohnheiten anzupassen – die Fleischmenge im Rezept kann reduziert und mit pflanzlichen Zutaten kombiniert werden. Zudem kann, wenn ein hochwertiges Produkt aus vertrauenswürdiger Quelle verwendet wird, auch eine kleinere Menge Schinken einen großen Geschmack zaubern.
Und was noch mehr – hausgemachte Aufstriche stellen generell eine gesündere Alternative zu den gekauften dar, die oft viele E-Stoffe, Salz und Konservierungsstoffe enthalten. Wenn Sie die Creme selbst zubereiten, wissen Sie genau, was darin ist. Und das ist ein Wert, der heute an Bedeutung gewinnt.
Wie der bekannte Küchenchef Roman Paulus sagt: „Es geht nicht darum, kompliziert zu kochen. Es geht darum, ehrlich zu kochen."
Warum also nicht zu den Wurzeln zurückkehren und den Zauber der traditionellen Küche neu entdecken? Wenn Sie nach einem einfachen, schmackhaften und bewährten Rezept suchen, das nicht nur Sie, sondern auch Ihre Gäste erfreuen wird – Schinkencreme ist eine sichere Wahl. Ob Sie sie im klassischen Retro-Stil zubereiten oder ihr eine moderne Note verleihen, eines ist sicher: Auf dem Teller wird sie nicht lange bleiben.