Tipps zur Vorbeugung und Pflege von trockener Haut zwischen den Fingern
Was kann trockene und gerötete Haut zwischen den Fingern verursachen – und wie man damit umgeht
Auf den ersten Blick mag trockene Haut zwischen den Fingern wie ein kleines Problem erscheinen, das sich mit einer Creme lösen lässt. Doch gerade die Haut an diesen Stellen ist überraschend empfindlich und anfällig für Reizungen. Wenn sich gerötete und trockene Haut zwischen den Fingern zeigt, signalisiert das oft mehr als nur eine vorübergehende Trockenheit. Es könnte das Ergebnis einer Überbeanspruchung der Hautschutzbarriere, einer allergischen Reaktion, einer chronischen Hauterkrankung oder einer ungeeigneten Umwelt sein.
Die Haut zwischen den Fingern ist zart und ständig mechanischer Reibung, Feuchtigkeit und Chemikalien ausgesetzt. Diese Kombination von Faktoren trägt dazu bei, dass hier häufiger als anderswo Trockenheit, Rötung, Risse oder Abschuppung der Haut auftreten. Viele Menschen kennen dies aus eigener Erfahrung – die Haut zwischen den Fingern juckt, ist gespannt, manchmal schmerzhaft, und gewöhnliche Cremes bringen keine Linderung.
Warum die Haut zwischen den Fingern mehr leidet als anderswo
Im Winter sinkt die Luftfeuchtigkeit und die Haut verliert die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu halten. Im Sommer ist sie wiederum Schweiß und häufigem Waschen ausgesetzt, was ebenso aggressiv sein kann. Die Ursache für trockene Haut zwischen den Fingern ist jedoch nicht nur das Wetter. Eine Schlüsselrolle spielt das häufige Händewaschen – besonders wenn stark parfümierte oder aggressive Seifen verwendet werden. Diese Seifen entfernen den natürlichen Schutzfilm der Haut. Wenn wir nach dem Händewaschen die Feuchtigkeitspflege vergessen, verschlimmert sich das Problem bald.
Kontaktdermatitis ist eine weitere häufige Ursache. Es genügt, mit gewöhnlichen Reinigungsmitteln, Reinigungsmitteln, aber auch mit Metallgegenständen oder Latex in Kontakt zu kommen – und die Haut an den Händen zwischen den Fingern kann mit Rötung, Trockenheit oder kleinen Rissen reagieren. Bei manchen Menschen treten sogar ekzematöse Reaktionen auf, die eine fachkundige Behandlung erfordern.
Ein gutes Beispiel ist Frau Šárka, eine Buchhalterin aus einem kleinen tschechischen Unternehmen. Aufgrund der Pandemie begann sie, sich viel häufiger die Hände zu waschen und Desinfektionsmittel zu verwenden. Nach ein paar Wochen bemerkte sie, dass die Haut zwischen den Fingern trocken, rot und schuppig wurde. Sie probierte Feuchtigkeitscremes, aber keine half langfristig. Schließlich empfahl ihr der Dermatologe eine einfache Änderung: auf sanfteres Händewaschen umzusteigen, auf alkoholhaltige Desinfektionsmittel zu verzichten und jeden Abend einen reichhaltigeren Balsam mit natürlichen Ölen aufzutragen. Mit dem Ergebnis war sie begeistert.
Zu den häufigsten Ursachen für trockene und rote Haut zwischen den Fingern gehören:
- häufiges Händewaschen mit aggressiven Produkten
- unzureichende Hautfeuchtigkeit
- allergische Reaktion auf Kosmetika oder Reinigungsmittel
- atopisches Ekzem, Psoriasis oder Kontaktdermatitis
- Exposition gegenüber Kälte, Wind oder trockener Luft
- Pilz- oder bakterielle Infektion (oft begleitet von Schuppung oder Nässen)
Besondere Aufmerksamkeit verdienen Infektionen – insbesondere Pilzinfektionen. Oft werden sie mit gewöhnlicher trockener Haut verwechselt, aber wenn sich die Haut schuppt, brennt oder nur zwischen den Fingern juckt, könnte es sich um eine Hautmykose handeln. Diese kann sich leicht ausbreiten, beispielsweise durch die Verwendung feuchter Handtücher oder nach dem Besuch eines Schwimmbads.
Die Art und Weise, wie wir unsere Hände pflegen, ist also nicht nur eine ästhetische Angelegenheit, sondern Teil der Prävention vieler unangenehmer Zustände.
Natürliche Lösungen, die funktionieren
Bei der Pflege empfindlicher Haut zwischen den Fingern lohnt es sich, auf natürliche und sanfte Produkte zu setzen. Achten Sie auf Formulierungen ohne Duftstoffe, Farbstoffe und synthetische Konservierungsmittel. Ideal sind Bio-Cremes und -Butter mit hohem Anteil an Sheabutter, Mandel-, Kokos- oder Hanföl. Diese helfen, die Lipidbarriere der Haut wiederherzustellen und sie auf natürliche Weise zu beruhigen.
Sehr wirksam sind beispielsweise Balsame mit Ringelblume, die entzündungshemmende und heilende Eigenschaften hat. Auch Bienenwachs in Kombination mit Ölen bildet einen Schutzfilm, ohne die Atmung der Haut zu behindern. Auf Ferwer.cz gibt es eine breite Auswahl solcher Produkte – ohne Plastikverpackungen, ohne Erdölbestandteile und vollständig natürlichen Ursprungs.
Besonders in kälteren Monaten wird empfohlen, vor jedem Gang nach draußen einen Schutzbalsam aufzutragen, da Wind und Frost die natürliche Hautbarriere angreifen.
Wann es Zeit ist, einen Fachmann aufzusuchen
Manchmal passiert es, dass selbst die beste natürliche Pflege nicht wirkt. Wenn die Trockenheit der Haut mehrere Wochen anhält, sich verschlimmert oder schmerzhafte Risse auftreten, ist es ratsam, einen Dermatologen aufzusuchen. Dieser kann Allergietests durchführen, prüfen, ob es sich um ein Ekzem oder eine Infektion handelt, und die entsprechende Behandlung vorschlagen.
Einige Menschen leiden unter chronischem Ekzem zwischen den Fingern, das sich in bestimmten Phasen aktiviert und in anderen wieder beruhigt. In einem solchen Fall ist langfristige Feuchtigkeitspflege wichtig, aber ebenso wichtig ist es, Auslöser zu vermeiden – sei es Stress, Chemikalien oder Wetteränderungen.
Die Dermatologin Dr. Pavlína Zbořilová sagt dazu: „Die Haut zwischen den Fingern ist oft der erste Ort, an dem eine Reaktion auf Stress oder reizende Substanzen auftritt. Patienten neigen dazu, dies spät zu behandeln, da trockene Haut nicht als ernstes Problem erscheint. Aber gerade rechtzeitige Pflege kann die Entwicklung chronischer Beschwerden verhindern."
Kleine Änderungen, die einen großen Unterschied machen können
Die Pflege der Haut zwischen den Fingern beginnt mit alltäglichen Gewohnheiten. Häufiges Händewaschen ist natürlich wichtig, aber es kommt auch darauf an, womit wir unsere Hände waschen und wie wir sie abtrocknen. Verwenden Sie sanfte Seifen mit neutralem pH-Wert, idealerweise ohne Duftstoffe. Nach jedem Waschen die Hände gründlich abtrocknen, insbesondere zwischen den Fingern – Feuchtigkeit schafft hier ideale Bedingungen für Bakterien und Pilze.
Wenn Sie mit roter und trockener Haut zwischen den Fingern kämpfen, versuchen Sie, auch nachts Pflegeroutinen einzubauen. Tragen Sie eine dickere Schicht Balsam auf und ziehen Sie Baumwollhandschuhe über die Hände. Am Morgen wird die Haut weicher und sichtbar beruhigt sein.
Nicht zuletzt hat auch Ernährung und Trinkgewohnheiten großen Einfluss. Ein Mangel an essentiellen Fettsäuren oder Vitamin E kann dazu führen, dass die Haut trocken und brüchig wird. Integrieren Sie mehr Nüsse, Samen, Avocados oder hochwertige Pflanzenöle in Ihre Ernährung – und vergessen Sie nicht ausreichend Wasser.
Egal, welcher Grund hinter trockener Haut an den Händen zwischen den Fingern steckt, das Wichtigste ist, auf seine Haut zu hören und rechtzeitig zu reagieren. Meistens reichen ein paar kleine Anpassungen in der täglichen Pflege aus, um den Zustand deutlich zu verbessern. Und wenn nicht – es gibt viele sanfte und effektive Möglichkeiten, die helfen können.