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Pflege von lockigem und welligem Haar beginnt mit der richtigen Wäsche, Hydratation und schonendem S

Jeder, der morgens schon einmal in den Spiegel geschaut und auf dem Kopf ein unvorhersehbares Wirrwarr von Locken erblickt hat, weiß, dass lockiges und welliges Haar seine ganz eigene Persönlichkeit hat. Manchmal spielt es mit, manchmal beschließt es, nach seinen eigenen Regeln zu leben. Und genau darin liegt sein Zauber und zugleich seine Herausforderung. Die Pflege von lockigem und welligem Haar erfordert nämlich einen völlig anderen Ansatz als die Pflege von glattem Haar – und je eher man das versteht, desto eher wird aus dem frustrierenden Morgenritual eine angenehme Routine, deren Ergebnis schöne, definierte Wellen oder federnde, lebendige Locken sind.

Interessanterweise wurde noch vor wenigen Jahren über die spezifischen Bedürfnisse von welligem und lockigem Haar praktisch nicht gesprochen. Die meisten Ratschläge in Zeitschriften und im Internet drehten sich um glattes Haar, und Mädchen und Frauen mit Locken waren oft auf das Glätteisen als einzige „Lösung" angewiesen. Zum Glück haben sich die Zeiten geändert. Heute gibt es eine ganze Bewegung – manchmal als Curly-Girl-Movement bezeichnet – die natürliche Locken feiert und bewährte Methoden zu ihrer Pflege anbietet. Und genau über die wichtigsten Grundsätze sprechen wir heute.


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Warum lockiges Haar so pflegeintensiv ist

Um zu verstehen, warum lockiges und welliges Haar eine besondere Behandlung braucht, hilft es, kurz unter das Mikroskop zu schauen. Die Form des Haares wird durch die Form des Haarfollikels bestimmt – während glattes Haar aus runden Follikeln wächst, entspringt lockiges Haar ovalen oder asymmetrischen Follikeln, die dem Haar eine spiralförmige Form verleihen. Das hat eine wesentliche Konsequenz: Der natürliche Talg, den die Kopfhaut produziert, gleitet an glattem Haar leicht bis zu den Spitzen hinunter, wandert aber entlang der Spirale einer Locke viel langsamer. Das Ergebnis ist, dass lockiges Haar von Natur aus trockener, bruchanfälliger und krausanfälliger ist.

Lorraine Massey, Autorin des Kultbuchs Curly Girl: The Handbook, hat es einmal einfach ausgedrückt: „Lockiges Haar ist kein beschädigtes glattes Haar. Es ist ein völlig anderes Haar, das eine völlig andere Pflege braucht." Und genau dieser Gedanke ist die Grundlage für alles, was folgt.

Ein weiterer Faktor ist die Porosität des Haares, also die Fähigkeit des Haares, Feuchtigkeit aufzunehmen und zu halten. Lockiges Haar hat oft eine erhöhte Porosität, was bedeutet, dass es zwar leicht Wasser aufsaugt, es aber ebenso schnell wieder verliert. Deshalb ist Hydratation die absolute Grundlage der Pflege von lockigem Haar – und zwar nicht nur von außen, sondern auch von innen. Eine ausreichende Wasseraufnahme, eine ausgewogene Ernährung reich an Omega-3-Fettsäuren und B-Vitaminen – all das wirkt sich auf die Qualität der Locken viel stärker aus, als man erwarten würde.

Interessant ist auch der Einfluss der Umgebung. Luftfeuchtigkeit, Wasserhärte, Wind, Sonnenstrahlung – all das kann lockiges Haar dramatischer beeinflussen als glattes Haar. Wer Locken hat und den Urlaub am Meer verbracht hat, weiß, wovon die Rede ist. Salzwasser kann den Wellen zwar eine schöne Textur verleihen, aber ohne anschließende Pflege ist das Austrocknen unvermeidlich. Ebenso kann hartes, mineralreiches Wasser Ablagerungen auf dem Haar hinterlassen, die es beschweren und ihm die Sprungkraft nehmen. Genau deshalb empfehlen viele Experten für lockiges Haar die gelegentliche Verwendung eines reinigenden Shampoos ohne Sulfate, das diese Ablagerungen schonend entfernt, ohne dem Haar seine natürlichen Öle zu entziehen.

Wo wir schon bei Shampoos sind – gerade die Wahl des richtigen Reinigungsprodukts ist einer der häufigsten Stolpersteine. Herkömmliche Shampoos mit starken Sulfaten – typischerweise Sodium Lauryl Sulfate oder Sodium Laureth Sulfate – sind für lockiges Haar zu aggressiv. Sie entfernen zwar Verunreinigungen, waschen aber gleichzeitig die schützende Lipidschicht ab, die lockiges Haar so dringend braucht. Deshalb sind in den letzten Jahren sogenannte Co-Wash-Produkte (Conditioner, die zum Haarewaschen bestimmt sind) oder milde sulfatfreie Shampoos populär geworden. Wie die American Academy of Dermatology angibt, sollten Menschen mit lockigem Haar ihre Haare seltener waschen und immer einen Conditioner verwenden, idealerweise einen mit reichhaltigen feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen.

Und damit kommen wir zu einem der wichtigsten Schritte in der Pflege von lockigem und welligem Haar – dem Konditionieren. Wenn es eine einzige Regel gibt, die sich jeder Lockenbesitzer merken sollte, dann diese: Conditioner ist kein optionales Zusatzprodukt, er ist eine Notwendigkeit. Und es geht nicht nur um den gewöhnlichen Conditioner nach dem Waschen. Lockiges Haar verdient regelmäßige Tiefenpflegekuren – idealerweise einmal pro Woche – die dem Haar intensive Feuchtigkeit spenden und seine Elastizität wiederherstellen. Inhaltsstoffe wie Sheabutter, Kokosöl, Arganöl oder Glycerin sind in dieser Hinsicht die wahren Helden.

Styling von lockigem Haar und wie man schöne definierte Wellen erzielt

Die richtige Pflege ist die Grundlage, aber ohne geeignetes Styling kommen schöne Locken nicht voll zur Geltung. Und gerade das Styling von lockigem Haar ist ein Bereich, in dem viele Menschen Fehler machen – oft deshalb, weil sie Techniken anwenden, die für glattes Haar gedacht sind.

Einer der verbreitetsten Mythen ist, dass lockiges Haar nach dem Waschen gründlich mit einem Handtuch getrocknet werden muss. Das Gegenteil ist der Fall. Ein klassisches Frotteehandtuch stört mit seiner rauen Struktur die Haarkutikula, was zu Kräuseln und Verlust der Lockendefinition führt. Viel schonender ist die Verwendung eines Baumwoll-T-Shirts oder eines Mikrofaserhandtuchs, mit dem die Haare sanft ausgedrückt und nicht gerieben werden. Diese einfache Änderung kann einen überraschenden Unterschied machen – und wer sie einmal ausprobiert hat, kehrt nie wieder zum Frotteehandtuch zurück.

Ein weiterer entscheidender Moment ist die Anwendung von Stylingprodukten. Lockiges Haar sollte nass oder sehr feucht gestylt werden, da es im feuchten Zustand Produkte am besten aufnimmt und sich die Locken natürlich formen. Zu den beliebtesten Stylingprodukten gehören Gele, Cremes und Schaumfestiger, die speziell für lockiges Haar entwickelt wurden. Wichtig ist, sie mit der Technik namens „Scrunching" aufzutragen – also durch sanftes Zusammendrücken der Haare von den Spitzen nach oben zu den Wurzeln. Dadurch wird die natürliche Form der Locken unterstützt und das Haar erhält Volumen.

Stellen wir uns ein konkretes Beispiel vor. Karolína, eine dreißigjährige Lehrerin aus Brünn, kämpfte jahrelang mit ihrem welligen Haar. Jeden Morgen glättete sie es mit dem Glätteisen, weil sie nicht wusste, was sie sonst damit anfangen sollte. „Ich dachte, ich habe einfach schlechte Haare," sagt sie. Dann entdeckte sie aber in den sozialen Netzwerken eine Community von Menschen mit einem ähnlichen Haartyp und begann zu experimentieren. Sie hörte auf, sulfathaltige Shampoos zu verwenden, führte regelmäßige Tiefenpflegekuren ein und lernte, Gel auf nasses Haar aufzutragen. „Nach drei Monaten hatte ich Haare, von denen ich nicht wusste, dass ich sie habe," lacht sie. Ihre Geschichte ist kein Einzelfall – Tausende von Menschen auf der ganzen Welt haben eine ähnliche Verwandlung durchgemacht, als sie verstanden, dass ihre Haare kein Problem sind, sondern nur die richtige Pflege brauchen.

Was das Trocknen betrifft, gelten auch hier spezifische Regeln. Natürliches Lufttrocknen ist für lockiges Haar die schonendste Variante, aber nicht immer praktisch – besonders im Winter oder wenn man es eilig hat. In diesem Fall empfiehlt sich die Verwendung eines Föhns mit Diffusor, also einem Aufsatz, der den Luftstrom verteilt und das Auseinanderblasen der Locken verhindert. Die richtige Technik besteht darin, den Diffusor von unten an den Kopf zu halten und die Haare sanft hinein zu „legen", wobei der Föhn auf mittlere Temperatur und niedrigen Luftstrom eingestellt wird. Hohe Temperaturen schädigen lockiges Haar noch mehr als glattes Haar, da seine von Natur aus trockenere Struktur es anfälliger für Hitzestress macht.

Eine interessante Technik, die in den letzten Jahren enorme Popularität erlangt hat, ist das sogenannte „Plopping" – eine Methode, bei der nasses Haar für zwanzig bis dreißig Minuten in ein T-Shirt oder ein Mikrofaserhandtuch eingewickelt wird. Dadurch trocknet das Haar in seiner natürlichen Form, die Locken werden schön definiert und gleichzeitig bleibt das Volumen am Ansatz erhalten. Für viele Lockenbegeisterte ist Plopping eine absolute Revolution in ihrer Haarpflegeroutine.

Nicht unerwähnt bleiben sollte auch die Nachtpflege. Lockiges Haar kann sich während des Schlafs verknoten und brechen, deshalb empfiehlt es sich, auf einem Satin- oder Seidenkissenbezug zu schlafen oder die Haare locker zu einem hohen Dutt zusammenzubinden – der sogenannten „Pineapple"-Technik. Satin erzeugt im Gegensatz zu Baumwolle keine Reibung, die die Locken beschädigen würde, und die Haare sehen morgens deutlich besser aus.

Was konkrete Inhaltsstoffe betrifft, die Besitzer von lockigem Haar meiden sollten, stehen an erster Stelle wasserunlösliche Silikone (wie Dimethicone). Diese verleihen dem Haar zwar sofortigen Glanz und Geschmeidigkeit, lagern sich aber nach und nach auf dem Haar ab und bilden eine undurchlässige Schicht, die das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert. Das Ergebnis sind Haare, die gesund aussehen, aber unter der Silikonschicht in Wirklichkeit austrocknen. Alternativen sind leichte, wasserlösliche Silikone oder natürliche Öle, die das Haar nähren, ohne es zu beschweren. Informationen über geeignete und ungeeignete Inhaltsstoffe findet man beispielsweise auf Naturally Curly, einer der umfassendsten Quellen zur Pflege von lockigem Haar.

Ein wichtiger Aspekt der Pflege von welligem und lockigem Haar ist auch das regelmäßige Spitzenschneiden. Lockiges Haar neigt stärker zu Spliss, und wenn beschädigte Spitzen nicht rechtzeitig entfernt werden, setzt sich die Schädigung entlang der Haarlänge nach oben fort. Experten empfehlen einen Schnitt etwa alle acht bis zwölf Wochen, wobei es ideal ist, die Haare im trockenen Zustand schneiden zu lassen – so sieht der Friseur die natürliche Form der Locken und kann den Schnitt an deren spezifische Form und Volumen anpassen.

Nicht unerwähnt bleiben darf auch die Rolle von Proteinen in der Pflege von lockigem Haar. Haare bestehen aus Keratin, also einem Protein, und die regelmäßige Ergänzung von Proteinen durch Haarmasken oder Behandlungen hilft, ihre strukturelle Integrität zu erhalten. Aber Vorsicht – zu viele Proteine können die Haare im Gegenteil steif und brüchig machen. Der Schlüssel ist das Gleichgewicht zwischen Hydratation und Proteinen, das jeder individuell anhand der Reaktion seiner Haare finden muss. Als Orientierungshilfe gilt: Wenn sich die Haare trocken und rau anfühlen, brauchen sie Feuchtigkeit, und wenn sie zu weich und formlos sind, brauchen sie Proteine.

Der Weg zu schönem lockigem oder welligem Haar ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Er erfordert Geduld, die Bereitschaft zu experimentieren und vor allem ein Umdenken – aufzuhören, Locken als etwas zu betrachten, das gebändigt werden muss, und sie stattdessen als etwas zu verstehen, das eine spezifische und liebevolle Pflege verdient. Jede Locke ist anders, jeder Kopf hat seine eigenen Bedürfnisse, und was bei einem Menschen funktioniert, muss bei einem anderen nicht funktionieren. Aber die grundlegenden Prinzipien – schonendes Waschen, intensive Hydratation, richtiges Styling und Schutz vor Schäden – sind universell. Und sobald man beginnt, sie zu befolgen, lassen die Ergebnisse nicht lange auf sich warten. Lockiges Haar ist nämlich kein Problem, das gelöst werden muss. Es sind Haare, die nur auf die richtige Gelegenheit warten, um zu strahlen.

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